Dottikon
Elternbildungstag: «Ich empfehle es jedem»

Ein Vater wirbt für Elternbildungstag vom 11. November.

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Frank Bagehorn aus Dottikon, Vater einer 4-jährigen Tochter, ist begeistert vom Elternbildungstag.

Frank Bagehorn aus Dottikon, Vater einer 4-jährigen Tochter, ist begeistert vom Elternbildungstag.

Frank Bagehorn;zvg;

Einen Tag den Familienalltag hinter sich lassen, Inputs zum Thema Erziehung holen und sich mit anderen Eltern austauschen: Das ermöglicht der Elternbildungstag Freiamt. Frank Bagehorn aus Dottikon besucht den Tag zum zweiten Mal, «weil es sich lohnt», wie er sagt.

Seine Tochter (4) überraschte letztes Jahr mit wiederholtem Trotzverhalten. Eltern kennen es: Die Kinder lehnen sich gegen alles auf, wollen ihren Kopf durchsetzen und bringen den Familienfrieden gehörig ins Wanken. Aus diesem Grund wählte Bagehorn die Kurse «Der liebenswerte kleine Tyrann» mit Dorothea Meili und «Wirksame Erziehungstechniken – Für mehr Gelassenheit im Alltag» mit Maren Tromm.

«Ich erinnere mich noch sehr gut an die ersten Worte von Dorothea Meili», erzählt er schmunzelnd. Die Dozentin wies darauf hin, dass es zur normalen Entwicklung gehöre, dass ein Kind trötzelt. «Wenn es das nicht täte, müssten wir uns Sorgen machen. Dann hätte das Kind ein Problem, das es am Trotzen hindert», erzählt er. Dieser Hinweis war für den 47-Jährigen nicht nur bedeutsam, es beruhigte ihn auch, zu wissen, dass das Verhalten dem Entwicklungsstand einer 4-Jährigen entspricht.

«Geht Mütter und Väter an»

Bekannte von Frank Bagehorn erzählten ihm vom Elternbildungstag Freiamt. Mit seiner Frau besuchte er deshalb letztes Jahr zum ersten Mal zwei Kurse. «Ich kann es jedem nur empfehlen», resümiert er. «Natürlich kann man sich Erziehungstipps auch aus Fachbüchern holen. In der Regel ist es so, dass man vier Bücher liest und vier unterschiedliche Meinungen kennen lernt.» Zudem schätze er den Austausch mit Dozenten und anderen Eltern. Dass er als Mann eine Minderheit darstellt, stört ihn nicht. Es stimmt ihn aber nachdenklich: «Erziehung geht nicht nur Mütter an. Als Eltern erzieht man gemeinsam, warum soll sich da der Mann nicht auch engagieren?»

Von den beiden Kursen habe er einiges mit in den Alltag nehmen können. «Ich erkenne jetzt einige Muster meiner Tochter besser.» Eindrücklich sei aber auch das Rollenspiel gewesen, bei dem eine Kursteilnehmerin eine trötzelnde Tochter spielte. Das ermöglichte ihm eine Aussensicht auf die Rollenverteilungen. Und das schätzen er und seine Frau denn auch am Elternbildungstag Freiamt: Dass sie einen Tag lang eine neue Perspektive kennen lernen und auch, dass sie gemeinsam unterwegs sein können – ohne Kind.

Mehr Infos finden Sie online unter www.elternbildungstag-freiamt.ch

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