Auszeichnung
Er erfreut sich enormer Beliebtheit: Ein Award für den Grand Prix Mutschellen

Das Oldtimerrennen fand dieses Jahr coronabedingt nicht statt. Es hat zum Jahresende aber doch noch einen Grund zum Feiern.

Ilir Pinto
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Weil der Grand Prix Mutschellen auch Nicht-Autofans begeistert, erhielt er nun eine Auszeichnung.

Weil der Grand Prix Mutschellen auch Nicht-Autofans begeistert, erhielt er nun eine Auszeichnung.

André Albrecht (2018

Der Grand Prix Mutschellen ist ein Türöffner. Das findet zumindest die Jury der jährlichen Oldtimerpreisverleihung «Swiss Classic Award». So holte sich der GP in der Kategorie «Door Opener» den ersten Platz. Die Wahl des Gewinners fand durch ein öffentliches Online-Voting statt – der GP erfreut sich einer enormen Beliebtheit bei Rennsport- wie auch Oldtimerfans.

In der Kategorie «Door Opener» wird die Leistung gewürdigt, neuen Zielgruppen die Welt der antiken Fahrzeuge und Oldtimer näherzubringen. Also ihnen die Tür zu dieser Szene mit all ihren Facetten und Kuriositäten zu öffnen.

Dies sei dem Verein Grand Prix in den letzten 16 Jahren durch seine Veranstaltungen gelungen, von denen es mittlerweile acht gegeben hat. An diesen wird eine Rennstrecke mit jeweils etwa 250 Fahrzeugen zur Unterhaltung des Publikums befahren. Der Event findet alle zwei Jahre statt und wird von rund 10'000 Menschen aus der ganzen Schweiz besucht.

Nicht nur Autofans pilgern jährlich zum Grand Prix

Stefan Baur, der Präsident des GP, beschreibt: «Der Event lockt Klein, Gross, Jung und Alt an.» Dies erklär auch, wieso der Grand Prix Mutschellen den Preis verdient habe. Nicht nur Rennsportfans, sondern auch «Normalos», die sich nicht gross mit Oldtimern auskennen, begeben sich alle zwei Jahre auf den Mutschellen, um die historischen Vehikel in ihrer vollen Funktionstüchtigkeit zu erleben. «Auch für Menschen, die nicht viel Ahnung von Autos haben, ist es jedes Mal ein spannendes Erlebnis, die Fahrzeuge zu sehen und mehr über sie zu erfahren.»

Die Teilnehmer sind mehrheitlich Besitzer von Oldtimern, antiken Fahrzeugen oder auch modernsten Elektroautos. Zudem müssen sie aus der Region Mutschellen, Freiamt und Limmattal sein.

Nicht nur das Rennen, auch die Geschichten locken Zuschauer an

Aber was macht die Veranstaltung so besonders, dass sie einen Preis verdient hätte? Die Zuschauer dürfen durch das Fahrerlager laufen, die Fahrzeuge hautnah bestaunen und mit deren Besitzern plaudern. Es handelt sich teilweise um über 100 Jahre alte Vorkriegsmodelle. Hinter jedem Fahrzeug steckt eine Geschichte und ein historischer Hintergrund.

«Das Spannende ist, dass die Fahrer gerne Auskunft geben und sehr stolz auf ihre Oldtimer sind», erzählt Baur begeistert. «Wenn man sie fragt, erzählen sie mit voller Leidenschaft die Geschichte, wie sie zu ihrem Schmuckstück gekommen sind oder wo sie sich die nötigen Ersatzteile beschaffen.»

Gegen zwei Events aus der Westschweiz gewonnen

Die Übergabe des Awards fand am vergangenen Freitag in der Autobau-Erlebniswelt in Romanshorn statt. Ursprünglich wären eine Zeremonie und eine Gala geplant gewesen, doch die Organisatoren mussten sich dieses Jahr mit einer Übergabe im kleinen Kreis begnügen. Ebenfalls für den Preis in der Kategorie «Door Opener» nominiert waren zwei Events aus der Westschweiz: das Swiss Classic British Car Meeting in Morges und das Moto Rétro Bière du VCCSR.

Dieses Jahr hätte der Grand Prix Mutschellen zum neunten Mal stattgefunden. Wegen Corona wurde er nun aber verschoben und findet – bedingt durch den üblichen Zweijahresrhythmus – am 1. Mai 2022 statt.