Oberwil-Lieli

Ergebnisse der Analyse: Landwirtschaft profitiert von Umzonung

Die Parzelle Juchächer in Oberwil-Lieli soll eingezont werden.

Die Parzelle Juchächer in Oberwil-Lieli soll eingezont werden.

Der Gemeinderat Oberwil-Lieli stellt Analyse der Bodenqualität der Fruchtfolgeflächen vor. Ende September stimmt das Volk über die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Bauzonen und Kultur ab.

In Oberwil-Lieli stimmt das Volk Ende September über die Gesamtrevision der Nutzungsplanung (NUPLA) Bauzonen und Kulturland ab. Der Gemeinderat hat beim Kanton eine detaillierte Beurteilung der Bodenqualität der von der Umzonung betroffenen Parzellen angefragt.

«Da der Kanton solche Analysen nicht selbst durchführen kann, hat er uns an ein dafür qualifiziertes Unternehmen verwiesen. Der Bericht dieser Analyse ist online und auf der Gemeindeverwaltung einsehbar», teilt der Gemeinderat mit.

Untersucht wurde die Grösse der betroffenen Fruchtfolgeflächen (FFF) und deren Qualität. Im Bericht des Kantons, in dem dieser die Umzonung beurteilt hatte, wurde kritisiert, dass mit der Umzonung Fruchtfolgefläche verloren ginge. «Die neue Analyse hat nun aber ergeben, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Diese Abweichung dürfte daran liegen, dass die Daten beim Kanton nicht auf dem neusten Stand sind und insbesondere nicht berücksichtigen, dass wir die Humusschicht beim Letten vor Jahren deutlich verbessert haben», schreibt der Gemeinderat weiter.

Die Ergebnisse der neuen Analyse im Detail: Die Parzelle 252 im Juchächer umfasst insgesamt 12'700 Quadratmeter, wovon 8000 als FFF ermittelt werden konnten. Ausserdem handle es sich im Juchächer um FFF zweiter Qualität, die «verloren» gehen. Ausgezont werden Teilstücke der beiden Parzellen 259 (Letten) und 48 (Unterdorf). Die auszuzonenden Flächen beinhalten aber 10500 Quadratmeter an FFF erster Qualität.

Daraus resultiere netto unter dem Strich ein Plus von 2500 Quadratmetern an Fruchtfolgefläche, die zudem erst noch von besserer Qualität seien als bisher. «Die Landwirtschaft profitiert somit von der Umzonung, und zwar flächenmässig wie auch qualitativ. Die Bedenken der Einwender in Sachen Fruchtfolgeflächen können damit ausgeräumt werden», erklärt der Gemeinderat abschliessend. (az)

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