Dottikon

«Es ging uns auch schon besser»

Die Dottiker Bevölkerung nahm rege am ersten Politapéro der Gemeinde teil. (ba)

Die Dottiker Bevölkerung nahm rege am ersten Politapéro der Gemeinde teil. (ba)

Dottikon will Energiestadt werden und bei der Jugendarbeit mit dem Verein für Jugend und Freizeit zusammenarbeiten. Für die Gemeinde wird der finanzielle Spielraum enger. Darüber informierte der Gemeinderat am ersten Politapéro.

Dottikon wächst stark: Innert Jahresfrist habe die Bevölkerung um über hundert Personen auf nun 3240 Einwohner zugenommen, teilte Gemeindeammann Roland Polentarutti am Politapéro mit. Die Finanzlage der Gemeinde sei «noch gut», meinte Polentarutti. «Sie war auch schon wesentlich besser.»

Der Gemeindeammann erinnerte daran, dass der Kanton den Gemeinden ständig neue Aufgaben aufbürde und ihren Spielraum einschränke. Daran könnten die Gemeindevertreter im Grossen Rat auch nichts ändern. «Denn diese sind im Parlament in der Minderheit.»

Durchgangsverkehr bleibt

Dottikon müsse sich damit abfinden, dass der Durchgangsverkehr weiterhin nicht über eine Umfahrung, sondern über die Bahnhofstrasse geführt werde, teilte Polentarutti mit. Auf der Mitteldorfstrasse werde über ein Verkehrsregime nachgedacht, das die Geschwindigkeit der Fahrzeuge abbremse.

Die Gestaltung des öffentlichen Parkes bei der Überbauung der Swisscanto-Stiftung im Mitteldorf sei im Gang. Die Teilnehmer des Apéros erfuhren auch, dass die geplante neue Bünzbrücke 2011 erstellt werden soll.

Für Vizeammann Stefan Wietlisbach hat der Berg bei der Radon-Belastung eine Maus geboren. In Dottikon sei nur ein Werkraum von einer zu hohen Radon-Dosis betroffen. Eine Lösung sei in Sicht. Weiter teilte Wietlisbach mit, dass Dottikon Energiestadt werden wolle.

Der Dottiker Umweltpreis geht an zwei Schulklassen im Hübel, die sich mit der Abfallentsorgung beschäftigten.

Zur Unterstützung der Regionalpolizei hat die Gemeinde einen privaten Sicherheitsdienst engagiert, der in den Abendstunden rund um die Schulhäuser für Ruhe sorgen soll. Dieser Einsatz sei bisher erfolgreich, sagte Gemeinderat Marcel Fischer.

Zu wenig Polizeipräsenz?

«Aber die Regionalpolizei ist in Dottikon fast nicht existent», monierte ein Stimmbürger. Fischer betonte, dass das Korps weiter aufgestockt werde. «Es wird in Dottikon aber nie einen Polizisten auf 700 Einwohner geben, auch wenn das in einem Positionspapier steht», sagte er.

Die Fusion der Feuerwehren Dottikon und Wohlen hat sich laut Fischer bewährt. Nur lasse der Feuerwehrnachwuchs aus Dottikon zu wünschen übrig.

Gemeinderätin Heidi Hegglin informierte über das regionale Integrationsprojekt Toolbox. Dottikon und Hägglingen engagieren sich laut Gemeinderat Franz Loetscher auch in der Jugendarbeit. Die zwei Gemeinden wollen mit dem Verein für Jugend und Freizeit in Wohlen zusammenarbeiten. Die Vorlage wird an der nächsten Gemeindeversammlung behandelt.

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