Das Freiamt fährt an den Eurovision Song Contest (ESC) – dank Corinne "Co" (32) und Stefan "Stee" Gfeller (30). Die Geschwister, aufgewachsen in Boswil und Waltenschwil, haben sich in der Schweizer Vorausscheidung durchgesetzt und rocken als "ZiBBZ" Anfang Mai am ESC in Lissabon.

Dabei stiegen ZiBBZ nicht mit dem besten Gefühl in die Show. In der Probe am Tag zuvor sei alles schief gegangen, sagt Co: "Ich dachte noch: Ui ui ui, nur nicht so wie am Samstag."

Grenzenloser Jubel

Es kam ganz anders. Mit ihrem Song Stones überzeugten die ZiBBZ-Geschwister Fernsehpublikum und Fachjury. Der Jubel kannte nach der Sven Epineys Verkündung ihres Sieges keine Grenzen.

Co hatte schon während des Auftritts gewusst, dass es gut kommt, wie sie nach der Show sagte: "Ich habe das Publikum und die Freude im Saal gespürt." Ihre Leistung gab ihr ein richtig gutes Gefühl: "Wir haben Party gemacht, hatten Freude auf der Bühne zu stehen." Das sei das Ziel gewesen, denn: "Es ist das, was ich liebe."

Plötzlich war der Song da

Mit der ESC-Teilnahme geht für ZiBBZ ein Traum in Erfüllung. "Wir liebäugeln seit Jahren mit dem ESC", verriet Co der AZ vergangene Woche. Sie hätten auf den passenden Song gewartet. Plötzlich tauchte er auf, im ESC Songwriting Camp der Suisa (Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik) im zürcherischen Maur. Stee erzählt: "Am zweiten Tag im Camp hat es klick gemacht und innert kürzester Zeit hatten wir eine Demoversion von 'Stones' aufgenommen."

Noch sehen ZiBBZ Potenzial, um Song und Auftritt auf ein höheres Level zu heben. "Das SRF hat sicher gute Ideen, wie man den Song noch besser umsetzen kann", sagt Co. Und Stee fügt an: "Pimp it." (mwa)

Co und Stee wohnen heute hauptsächlich in Los Angeles. Kürzlich waren sie zu Besuch in ihrer Heimat im Freiamt:

ZiBBZ: Aus dem tiefen Aargau an den ESC

Co und Stee Gfeller besuchen in ihrer alten Heimat Waltenschwil den Kindergarten – da kommt so einiges zum Vorschein.

Stones – der Song: