Sins
Es ist ein Schulhauskonzert der besonderen Art – dank sechs Solisten von Argovia Philharmonic

An der Oberstufe Sins gab es für die Schülerinnen und Schüler erstklassige Darbietungen.

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Viele Schülerinnen und Schüler geniessen die Darbietungen der sechs Solisten von Argovia Philharmonic.

Viele Schülerinnen und Schüler geniessen die Darbietungen der sechs Solisten von Argovia Philharmonic.

Eddy Schambron

So kann man Jugendlichen auch klassische Musik näher bringen: Das Schulhauskonzert in Sins mit Solisten des Aargauer Symphonieorchesters «Argovia Philharmonic» verblüffte und begeisterte die Schülerinnen und Schüler unter dem Titel «The Show must go on».

Und dies nicht nur mit erstklassigen Darbietungen bis hin zu Pop- und Filmmusik, sondern auch mit Infos, die fesselten und neugierig machten auf Komponisten, ihr Leben, ihr Werk. «Die Show bei der Musik war schon immer enorm wichtig», machte Adrian Bommer, Lehrer an der Oberstufe, einführend deutlich. Er zeigte sich glücklich, sechs ausgewiesene Musikerinnen und Musiker der Argovia Philharmonic in Sins begrüssen zu dürfen.

Der Taktstock, den Adrian Zinniker zu einem Werk von Antonio Vivaldi einsetzte, war massig, nicht so ein Stöckchen, wie die Dirigenten sie heute schwingen. Er erklärte den Schülerinnen und Schülern, weshalb das damals, um 1660, üblich war.

Der verzierte Stock diente auch der Show. Ein solcher Taktstock hat einen berühmten Komponisten sogar das Leben gekostet: Jean-Baptiste Lully fiel er auf den grossen Zeh, dieser entzündete sich, und weil der Mann sich weigerte, einen Mediziner aufzusuchen, starb er an der sich entwickelnden Blutvergiftung.

Mit solchen und weiteren Anekdoten hatte Zinniker die Schülerinnen und Schüler schnell im Sack. Zudem bot das Konzert einen breiten musikalischen Bogen – vom Trio Eugster über Falco bis hin zum Queen-Medley.

Eindrücklich schliesslich, wie Zinniker mit Gesang bewies, dass selbst Namen Musik sein können, allen voran natürlich italienische: Luciano Pavarotti, Gina Lollobrigida, Claudia Cardinale ... «Singt das mal mit Namen wie Fritz Krähenbühl oder Kari Achermann», sagte er. «Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Das geht einfach nicht. Auch Zinniker ist ja nicht der Burner.»

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