Clean-Up-Day

Freiämter Dörfer sollen von PET und Zigaretten befreit werden

Morgen Freitag geht es dem Littering im Freiamt an den Kragen

Morgen Freitag werden insgesamt zehn Gruppen und Schulklassen gemeinsam gegen Abfall und Littering vorgehen.

Die ganze Schweiz räumt auf. Über 650 Gruppen haben sich für den siebten Clean-up-Day angemeldet. Dies übertrifft sogar die über 500 Anmeldungen vom letzten Jahr. Der Clean-up-Day hat nicht nur das Ziel, dass die Menschen den Müll auf den Strassen aufräumen, sondern, dass vor allem junge Menschen den richtigen Umgang mit Abfall lernen.

In diversen Primar- und Oberstufenschulen im Freiamt gehen Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit ihren Schülern «fötzele» und machen gleichzeitig auf das Problem des Litterings aufmerksam.

Schüler, Eltern, Bauamt und sogar McDonald’s

Die «Umwelt Dottikon» hat sich dafür eingesetzt, dass auch in ihrem Dorf der Clean-up-Day stattfindet. Dafür haben sie die Kreisschule am Maiengrün angefragt. Sechs Klassen liessen sich begeistern, am Aufräumtag mitzumachen, und auch die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen das Projekt mit voller Kraft.

«Über die positive Reaktion der Lehrerschaft waren wir sehr überrascht», schreibt der Verein «Umwelt Dottikon» dazu auf der Website der Interessensgemeinschaft saubere Umwelt (IGSU).

Das Ziel ist auch hier, dass der Tag nicht nur durchgeführt wird, sondern einen permanenten Eindruck hinterlässt. «Wir hoffen mit dieser Aktion, dass die gemachten Erfahrungen positiv, dauerhaft und nachhaltig den Schülern in Erinnerung bleiben.»

Über das ganze Freiamt verteilt sind es insgesamt zehn Gruppen, die sich für den Clean-up-Day angemeldet haben. Darunter finden sich diverse Schulen und sogar der McDonald’s in Bremgarten. In Villmergen engagiert sich die Oberstufe zusammen mit dem Bauamt für ihre Umwelt. Aber auch der Elternverein leistet seinen Anteil.

«Cleanmerger» gegen den Müll auf den Strassen

Das Aufräumen in Villmergen hat schon früher begonnen. «Nachdem unsere Familie bei ein paar sonntäglichen Familienspaziergängen angefangen hat, Müll (Flaschen, Dosen, PET etc.) mit Müllgreifzangen einzusammeln, hat dies bei einigen Villmerger Dorfbewohnern (vor allem bei den Kids) das Interesse geweckt, mitzumachen», schreibt der Elternverein Villmergen auf der Website der IGSU.

Nach diesem Einstieg in ein saubereres Dorfleben lag der Entscheid des Elternvereins nah, beim Clean-up-Day mitzumachen. Nach kürzester Zeit hatten sich bereits 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, die sich selbst «Cleanmerger» nennen.

Mithilfe der Villmerger Ortsbürger-Stiftung konnte der Elternverein 80 Müllzangen, 40 Mülltaschen und 80 Leuchtwesten organisieren, um am Clean-up-Day all die Freiwilligen ausgerüstet ausschwärmen lassen zu können.

Der Clean-up-Day wird von der IGSU veranstaltet, diese ist ein Zusammenschluss aus diversen Unternehmen in der Schweiz, die sich für weniger Littering einsetzten. 17 % und somit der zweitgrösste Teil des Budgets wird für den Clean-up-Day eingesetzt.

Teilnehmer der Aktion können bei IGSU im Voraus Plakate, Handschuhe, Leuchtwesten und alles andere beziehen, was es sonst noch braucht. Ausserdem nimmt jede Gruppe, die sich offiziell anmeldet, automatisch an einem Gewinnspiel teil.

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