Ringerstaffel Freiamt

Freiämter Ringer bestätigen Kurs Richtung Final

Leichtgewichter Flurin Meier (oben) lancierte mit seinem 18:2-Überlegenheitssieg im ersten Kampf den überzeugenden Auftritt der Freiämter Ringer in der Sporthalle Merenschwand.

Ringerstaffel Freiamt

Leichtgewichter Flurin Meier (oben) lancierte mit seinem 18:2-Überlegenheitssieg im ersten Kampf den überzeugenden Auftritt der Freiämter Ringer in der Sporthalle Merenschwand.

Die Ringerstaffel Freiamt feiert einen 26:9-Heimsieg gegen Kriessern vor 375 Zuschauern in Merenschwand.

Nach dem letztjährigen knapp verfehlten Schweizer Mannschaftstitel gibts für die Freiämter Ringer in diesem Jahr nur eines: wieder in den Final vorstossen und Willisau entthronen. Beim ersten Heimkampf der Saison bestätigte das Team von Cheftrainer Marcel Leutert diese Zielsetzung eindrücklich. Die Gastgeber zerzausten die ersatzgeschwächten Kriessener in der Sporthalle Merenschwand mit 26:9.

«Wir wollen immer gewinnen. Aber heute war Freiamt cleverer», erklärte Kriesserns neuer Cheftrainer Mirco Hutter die aus seiner Sicht zu deutliche Niederlage. «Unser Sieg ist nicht zu hoch ausgefallen, aber wir hatten Respekt vor diesem Gegner», erläuterte Marcel Leutert seine Sicht der Dinge.

Drei der ersten vier Ostschweizer zogen vorzeitig geschlagen von der desinfizierten Matte. Leichtgewichter Flurin Meier benötigte etwas Anlaufzeit, dann läutete er den Freiämter Sturm ein. Nach fünfeinhalb Minuten hatte er seinen Gegner 18:2 ausgepunktet. In der obersten Gewichtsklasse reduzierte Freiamts Neuling Christian Zemp die Kampfdauer auf dreieinhalb Minuten, bis der 22 kg schwerere Gegner kapitulierte.

Einer legte sich freiwillig auf den Rücken

Magomed Aischkanow, der Russe in Freiämter Diensten, bearbeitete Damian Dietsche bis 97 kg Freistil über fünf Minuten so intensiv, dass sich dieser zuletzt freiwillig auf den Rücken legte. Der noch nicht 15-jährige Auwer Saya Brunner begeisterte nicht nur Trainer Leutert mit seiner Fähigkeit, sich im Wettkampf zu steigern. So bezwang er den mindestens gleichwertig eingestuften Gegner 14:6. Nino Leutert kassierte zwar in der für ihn zu hohen 65-kg-Klasse eine 3:4-Niederlage, doch vor Jahresfrist hatte er gegen den körperlich klar stärkeren Kaderringer Dominik Laritz hoch verloren.

Freiamts russische Verstärkung Magomed Aischkanow (links) bei einem Beinangriff gegen den Kriessener Damian Dietsche.

Ringerstaffel Freiamt

Freiamts russische Verstärkung Magomed Aischkanow (links) bei einem Beinangriff gegen den Kriessener Damian Dietsche.

Beim Pausenstand von 16:4 war die Entscheidung so gut wie gefallen. Wohl wehrten sich die Gäste weiter nach Kräften. Doch das Kampfglück blieb auf Aargauer Seite. «Fighter» Marc Weber liess sich gegen Kaderkollege Fabio Dietsche auch von einem Rückstand nicht beunruhigen und gewann 5:2. Noch enger verlief das Duell zwischen Michael Bucher und dem Ukrainer Sergey Sirenko. Taktisch abgeklärt, hinderte der Lokalmatador den Greco-Spezialisten an dessen Entfaltung und setzte sich 2:1 durch.

Ein nahezu perfekter Abend

Die Teamstützen Randy Vock und Pascal Strebel gestanden ihren Widersachern keine Punkte zu und vervollständigten den Freiämter Triumph. «Unser Ertrag heute Abend stimmt voll und ganz», freute sich Marcel Leutert über einen nahezu perfekten Abend. Dazu trugen gegen 400 Zuschauer bei, die sich von den widrigen Umständen nicht abhalten liessen.

An den nächsten zwei Samstagen steht Freiamt Meister Willisau gegenüber. Weil sich diese Affiche für den Final bereits abzeichnet, dürften beide Lager in der Qualifikation ihre Stärke nicht aufdecken und nicht in bester Formation antreten.

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