Trinkwasser
Freiamter Gemeinden: Das Projekt «Wasser 2035» bleibt auf Kurs

Im Sommer entscheiden die Gemeinden über die Teilnahme. Und: Wohler Brunnenwasser ist ziemlich einwandfrei.

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Blick ins Wasserreservoir Dreihägen in Anglikon.

Blick ins Wasserreservoir Dreihägen in Anglikon.

zvg

Mitte Oktober nahm die Wohler ibw am Runden Tisch des Kantons Aargau zum Thema Chlorothalonil teil. Dabei wurde von allen Seiten die Entschlossenheit bekräftigt, die Versorgung der Aargauer Bevölkerung mit Trinkwasser in guter Qualität und in ausreichender Menge langfristig sicherzustellen. Einig waren sich die Teilnehmer zudem, dass für die Trinkwassergewinnung und die Verteilung eine verstärkte überregionale Zusammenarbeit nötig ist.

Im Bünz- und Reusstal ist eine gemeindeübergreifende Partnerschaft bereits weit fortgeschritten. Das von der ibw vor über sechs Jahren initiierte Projekt «Wasser 2035», das die Trinkwasserversorgung in 23 Gemeinden für Generationen sicherstellen soll, geht in die entscheidende Phase, wie die ibw mitteilt. «Im Sommer werden die beteiligten Wasserversorgungen die Stimmbevölkerung an den Gemeindeversammlungen über die Teilnahme entscheiden lassen», heisst es.

In Wohlen ist keine solche Abstimmung erforderlich, weil der Verwaltungsrat der IB Wohlen AG die Teilnahme der ibw an der künftigen «Interkommunalen Anstalt» (IKA) Wasser 2035 bereits gebilligt hat. Der Gemeinderat unterstützt das. Stimmen genügend Gemeinden zu, wird die IKA Wasser 2035 im Herbst 2021 gegründet. Geplant ist eine Ringleitung vom Grundwasserpumpwerk Hard II in Niederlenz durch das Bünz- und das Reusstal.

Erfreuliche Messwerte bei Wohler Brunnen

Die ibw untersucht zudem das Wohler Trinkwasser seit langem regelmässig auf verschiedene Fremdstoffe. Im vergangenen Jahr wurde der entsprechende Probenplan um die Abbauprodukte des Pestizids Chlorothalonil ergänzt. Die jüngsten Messungen im November an den Brunnen an der Unterdorfstrasse in Anglikon und beim Restaurant Sternen in Wohlen ergaben erfreuliche Resultate: Der Höchstwert für Chlorothalonil-Sulfonsäure (R417888) wurde an beiden Orten deutlich unterschritten. Auch bezüglich anderer Pestizide ergaben sich bei den Messungen keine Auffälligkeiten, dasselbe gilt für die Nitratwerte.

Einzig beim Chlorothalonil-Metabolit R471811 wurde der zulässige Höchstwert wie schon bei früheren Messungen überschritten. «Dieser Stoff besitzt jedoch nicht dieselben toxikologischen Eigenschaften wie Chlorothalonil-Sulfonsäure und wird nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft», erklärt die ibw. Die aktuellen Wohler Messwerte sowie weitere Informationen dazu gibt es auf www.ibw.ag/chlorothalonil. (az)