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Ein Spiel, das keinen Sieger verdient hat: Trost- und torloses Unentschieden zum Saisonabschluss für Wohlen

Das letzte Spiel der Saison hatten sich die Wohler wohl anders vorgestellt. Gegen Zug 94 spielten die Freiämter einen Match, der kein Augenschmaus war. Aber auch die Zuger, deutlich in der Offensive, nutzen ihre Torchancen nicht.

Benjamin Netz
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Nur wenige Zuschauende fanden den Weg ins Zuger Stadion Herti Allmend.

Nur wenige Zuschauende fanden den Weg ins Zuger Stadion Herti Allmend.

Benjamin Netz

Wiedersehensfreude herrschte nicht gerade nach Abpfiff der Partie zwischen Zug 94 und dem FC Wohlen im Stadion Herti Allmend zu Zug. Gleich mehrere Akteure im Kader der Zuger haben eine Wohler Vergangenheit. Unter anderem 94-Coach Thomas Jent.

Bis zum letzten Sommer stand dieser noch im Dienst der Freiämter. Auch die Defensive der Zuger ist geprägt von Spielern, die einst die Kickschuhe für den FC Wohlen schnürten. Die beiden Aussenverteidiger Leotrim Nitaj sowie Luis Gutierrez liefen bereits in der Vergangenheit für den FCW auf.

Zuger in der Offensive – Wohler verletzungsgebeutelt

Es schien, dass die Ex-Wohler noch eine Rechnung mit ihrem alten Verein zu begleichen hatten. Die Gastgeber traten nämlich von Beginn an forsch auf. Der tabellarische Kontrast war während der gesamten Partie nicht erkennbar und die Zuger suchten ihr Heil gar in der Offensive.

Die aktuell arg verletzungsgebeutelten Wohler hatten sichtlich Probleme sich auf dem holprigen Terrain im Stadion Herti zurechtzufinden. Die Anfangsphase der Partie ging somit überraschend an die Gastgeber. Diese hatten in einer chancenarmen ersten Hälfte noch die grösste Abschlussmöglichkeit. Nur die Querlatte stand einem Zuger Torerfolg im Weg.

Die Querlatte stand einem Zuger Torerfolg im Weg.

Die Querlatte stand einem Zuger Torerfolg im Weg.

Beni Netz

Die Gäste aus dem Freiamt hingegen konnten keine nennenswerte Torraumaktion verzeichnen. Selten gelang es den Wohlern die Doppelspitze aus Luiyi Lugo und Davide Giampa in Szene zu setzen.

Mängel im Aufbauspiel auf beiden Seiten – und am Rasen

Die Flügelzange Bozic/Milicaj fand kaum Mittel den Ball adäquat in den Strafraum zu befördern. Dazwischen leisteten sich beide Teams teils haarsträubende Fehlzuspiele und offenbarten Mängel im Aufbauspiel. Auch hier natürlich häufig auch geschuldet dem grenzwertigen Geläuf.

Folgerichtig schickte Schiedsrichter Etienne Roux die beiden Mannschaften schiedlich, aber nicht immer friedlich, mit einem 0:0-Unebtschieden in die Kabinen.

Die Euphorie hielt sich beim Publikum – verständlicherweise – auf beiden Seiten in Grenzen.

Die Euphorie hielt sich beim Publikum – verständlicherweise – auf beiden Seiten in Grenzen.

Beni Netz

Nach dem Pausentee versuchte Wohlen mehr Druck auf die Zuger Defensive auszuüben. Dies gelang zwar, dennoch blieben Torraumszenen Mangelware. Die Gastgeber setzten weiterhin auf ihr starkes Konterspiel und konnten immer wieder Nadelstiche setzen.

Wie auch ihre Vorderleute hatte die Wohler Defensive mit dem schwierigen Untergrund und den spielstarken Gastgebern zu kämpfen. Zug versuchte die FCW-Hintermannschaft mit Hilfe ihrer schnellen Aussenläufer in Bedrängnis zu bringen. Mit zunehmender Spielzeit und wachsender Ungeduld im Team der Gäste gelang dies immer häufiger.

Ein Spiel, das keinen Sieger verdient hatte

So waren auch die letzten, entscheidenden Minuten der Partie geprägt von Fehlpässen und Ungenauigkeiten. Beide Mannschaften vertändelten mehrfach den Ball in aussichtsreichen Situationen.

Am Ende mochte sich keine der Parteien durchzusetzen, sodass es beim 0:0-Unentschieden blieb. In einem Spiel, das wahrlich kein Augenschmaus für die wenigen Anwesenden war, und das auch keinen Sieger verdient hatte.

Zug – Wohlen 0:0

Stadion: Herti Allmend in Zug – Zuschauer: 257 – Schiedsrichter: Roux – Tore: Fehlanzeige

Zug: Winzap; Gutierrez, Sulimani, Njau, Nitaj (74. Bieli); Sadiku, Shabani, Würmli; Marinovic, Teixeira (67. Mazenauer), Le.

Wohlen: Jacot; Golaj, Künzli, Waser, Chabin (46. Calbucci); Pnishi, Bozic (90.+3 Romano), Seferi; Milicaj (86. Gabathuler), Giampa, Lugo (86. Vogt).

Bemerkungen: Zug ohne Pizzi, Yigit, Veljkovic, Simic, Nikollaj (Alle abwesend). Wohlen ohne: Schiavano, Minkwitz, Bonorand, Pfister, Richner, Cuinjinca, Doda (Alle verletzt), Joos (Abwesend). - Verwarnungen: 17. Shabani, 49. Nitaj, 90.+4 Künzli.

Letztlich muss sich der FC Wohlen mit einem Punkt beim Tabellenschlusslicht begnügen. Für Zug 94 ist dies sicherlich ein Punktgewinn im Kampf gegen den Abstieg. Thomas Jent hat es geschafft innerhalb kürzester Zeit aus einem verunsicherten Team eine spielstarke Mannschaft zu formen.

Der FC Wohlen darf sich dennoch freuen. Dank der 1:3’Niederlage des FC Bassecourt beim FC Langenthal dürfen sich die Freiämter dennoch Wintermeister nennen.

In der Meisterschaft geht es für den FC Wohlen erst wieder am 05. März 2022 weiter. Dann ist der FC Schötz ab 16.00 Uhr im Stadion Niedermatten zu Gast.

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