Hermetschwil-Staffeln/Bremgarten

Gemeindeammann findet Fusion mit Bremgarten gut

Buchgestalter Willy Müller, alt Stadtammann Robert Bamert (Bremgarten), Gemeindeammann Roger Heiz (Hermetschwil-Staffeln) und Fridolin Kurmann, Präsident der Schodoler-Gesellschaft Bremgarten (v.l.). BA

Buchgestalter Willy Müller, alt Stadtammann Robert Bamert (Bremgarten), Gemeindeammann Roger Heiz (Hermetschwil-Staffeln) und Fridolin Kurmann, Präsident der Schodoler-Gesellschaft Bremgarten (v.l.). BA

Der bevorstehendenFusion ist in den Bremgarter Neujahrsblättern ein Beitraggewidmet. Aus diesem aktuellen Anlass tagten die Heraus-geber im künftigen Stadtteil.

Nächstes Jahr wird die Gemeinde Hermetschwil-Staffeln ein Stadtteil von Bremgarten. Doch das löst beim derzeit noch amtierenden Gemeindeammann Roger Heiss keine Ängste aus: «Ich bin überzeugt, dass die Bevölkerung die Weichen zum Wohl unseres Ortes richtig gestellt hat und der historische Brückenbau die richtige Entscheidung war», bemerkte Heiz an der Generalversammlung der Schodoler-Gesellschaft Bremgarten. Diese gibt die Bremgarter Neujahrsblätter heraus.

Der Schodoler-Gesellschaft Bremgarten tagte aus aktuellem Anlass zum ersten Mal in Hermetschwil. Denn für die Neujahrsblätter 2013 schrieb alt Stadtammann Robert Bamert (Bremgarten) einen lesenswerten Beitrag über die bevorstehende Fusion von Hermetschwil-Staffeln und Bremgarten. Er begleitete den Zusammenschluss der Landgemeinde mit dem mittelalterlichen Städtchen an vorderster Front.

Kritische Stimme aus dem Kloster

Bamert führte für die Neujahrsblätter auch ein Interview mit der Priorin des Frauenklosters St. Martin in Hermetschwil, Sr. Angelika Streule, worin diese mit einem kritischen Unterton zur Fusion der beiden Gemeinden Stellung bezieht.

Das Frauenkloster habe die Wirren der Klösteraufhebungen im Aargau «wie durch ein Wunder» überstanden und bestehe seit 1985 wieder, erklärte der Hermetschwiler Gemeindeammann an der Versammlung. Heute leben im Kloster neun Nonnen. Weitgehend unbekannt sei der Bevölkerung, dass das Kloster ein eigenes Lädeli führe und darin ihre selbst hergestellten Produkte wie die berühmten Kloster-Chräbeli, Liköre und Kerzen verkaufe, sagte Heiz.

Ebenfalls eng mit dem Dorf Hermetschwil-Staffeln verbunden sei das Schulheim St. Benedikt. Dieses wurde 1878 in den Nebenräumen des Klosters als «Besserungs- und Erziehungsanstalt Hermetschwil» gegründet. Heute ist das Schulheim der grösste Arbeitgeber in der Gemeinde und gibt vierzig Kindern einen geschützten Rahmen.

«Ein Ort mit Perspektiven»

Hermetschwil-Staffeln ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Aber dank der weitsichtigen Planung der Behörden sei der Bauboom «ohne Probleme» bewältigt worden, sagte Heiz. Der Ausbau der Infrastruktur mit Schulhaus, Werkhof, Gemeindesaal, Kindergarten und Gemeindehaus sei abgeschlossen. «Es wurden Weichen gestellt, die es möglich machen, dass Hermetschwil auch noch in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren ein lebendiger Ort mit Zukunftsperspektiven sein wird – wenn auch als Quartier von Bremgarten», führte Heiz aus.

Verkauf geht zurück

Aus der Sicht von Fridolin Kurmann, des Präsidenten der Schodoler-Gesellschaft Bremgarten, sind die Bremgarter Neujahrsblätter 2013 gelungen. Sie bieten mit ihren verschiedenen Beiträgen zum Thema «Brücken» anregenden Lesestoff. Die am Buch beteiligten Autoren erhielten als Dank für ihre Arbeit die obligate Flasche Wein.

Von den Neujahrsblättern 2012 konnten 310 Exemplare im Abonnement und 70 im freien Verkauf abgesetzt werden. Wie bei anderen lokalhistorischen Schriften gehe auch bei den Bremgarter Neujahrsblättern der Verkauf zurück, bemerkte Hans-Peter Bäni, Kassier der Schodoler-Gesellschaft und Leiter Finanzen der Stadt Bremgarten. Die vom in Bremgarten aufgewachsenen Grafiker Willy Müller gestaltete Schrift kostet im Abonnement 25 Franken und im Buchhandel 30 Franken.

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