Hermetschwil-Staffeln

Geplante Stromleitung: Widerstand formiert sich zunehmend

Die geplante Stromleitung sorgt für Unmut. (Symbolbild)

Die geplante Stromleitung sorgt für Unmut. (Symbolbild)

Die geplante Stromleitung sorgt nicht nur in Hermetschwil-Staffeln für Unmut.

Meterhohe Strommasten, die bis 60 Meter an den Bremgarter Dorfteil Hermetschwil-Staffeln heranreichen: Seit 28. November, dem Tag an dem das Bundesamt für Energie der geplante Führung der Hochspannungsleitung der Swissgrid zwischen Niederwil und Obfelden vorgestellt hat, hat sich dieses Bild in vielen Köpfen im Dorfteil festgesetzt und dazu geführt, dass das Forum Hermetschwil-Staffel jetzt aktiv wird.

Der überparteiliche Verein, der sich seit der Fusion mit Bremgarten für die Interessen des Dorfteils einsetzt, hat in den Briefkasten einen Flyer verteilt. Darauf lädt das Forum zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Mittwoch 15. Januar, 19.30 Uhr, im Gemeindesaal in Hermetschwil-Staffeln ein.

Das Ziel: Sich gemeinsam gegen das geplante Projekt wehren und dazu eine gemeinsame Stellungnahme abgeben. «Das Forum wird einen Vorschlag zu einer Stellungnahme vorbereiten und zur Unterschrift vorlegen», steht auf dem Flyer.

Forum fordert Verkabelung der Starkstromleitung

Noch sei der Vorschlag der Stellungnahme nicht definitiv verfasst, sagt Harald Ronge, Präsident Forum Hermetschwil-Staffeln. «Doch er wird in die Richtung gehen, dass wir uns für eine Verkabelung einsetzen.» Ronge kann nicht verstehen, warum südlich von Rottenschwil, im dortigen Naturschutzgebiet, eine Verkabelung möglich ist, auf Höhe von Hermetschwil-Staffeln aber darauf verzichtet werden soll.

«Es ist klar, dass die Aussicht auf riesige Strommasten, die bis 60 Meter an Hermetschwil-Staffeln heranreichen, nicht gerade Freude bei uns auslöst.» Für Ronge steht fest: «Die Bewohner von Hermetschwil-Staffeln sind am stärksten vom geplanten Projekt betroffen.» Am Diskussionsanlass sind mehrere Vorträge geplant.

Auch Niederwil zeigt sich unzufrieden

Nebst dem Bremgarter Stadrat Daniel Sommerhalder, sprechen Hans Kneubühler, Präsident Verein Verträgliche Starkstromleitung Reusstal (VSLR), Markus Wey, Wey & Burkard Elektroberatung sowie Ursula Vanal, Vorstandsmitglied im Forum sowie Mitglied im Verein Verträgliche Starkstromleitung Reusstal.

Nicht nur in Hermetschwil-Staffeln ist man über den vorliegenden Plan der Führung der Starkstromleitung unzufrieden. Deutliche Worte wählte Ende November der Niederwiler Gemeindeammann Walter Koch:

«Dieser Entscheid ist absolut unverständlich. Das Ergebnis der Vernehmlassung ist nicht berücksichtigt worden. Dem sage ich Diktatur. So wird die Demokratie ausgehebelt und das gurkt mich an.»

Im Rahmen der Vernehmlassung hatten sich die Gemeinden im Bünz- und Reusstal klar für die damalige Variante 5 ausgesprochen. Diese sah die Verkabelung praktisch auf der gesamten Länge von 17 Kilometer vor.

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Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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