Wohlen

Gift-Raupen-Alarm: Motocrössler erlitt kurzzeitigen Hörverlust

Raupen, überall Raupen. Dieser Anblick bot sich Otto Braunwalder und Herbert Huber in Italien.

Raupen, überall Raupen. Dieser Anblick bot sich Otto Braunwalder und Herbert Huber in Italien.

Der Wohler Hobbyrennfahrer Otto Braunwalder und sein Kollege Herbert Huber sind mit gefährlichen Raupen in Kontakt gekommen.

Die Eichen-Prozessionsspinner-Raupen können nicht nur in kürzester Zeit ganze Bäume kahlfressen, sie können auch Menschen und Tieren gefährlich werden. Die AZ hat am 10. Oktober davon berichtet, dass sich diese behaarten Tierchen in den beiden vergangenen Hitzesommern auch in unserer Region stark ausgebreitet haben und langsam, aber sicher zum Problem werden.

Der Wohler AZ-Leser Otto Braunwalder hat im September in Italien eine spezielle Erfahrung mit dieser Art von Raupen gemacht. Er war mit seinem Kollegen Herbert Huber aus Lengnau auf einer Motocross-Piste in Vercelli unterwegs: «Wir hatten unsere Autos unter Bäumen geparkt und nach kurzer Zeit bemerkt, dass Hunderte von Raupen darüberkrochen. Vor allem auf den Reifen haben sie sich ausgebreitet», erzählt Braunwalder.

Motocrössler hat es nach Stich am ganzen Körper gejuckt

Die beiden Hobby-Motocrössler hätten sich vorerst nichts weiter dabei gedacht: «Wir haben uns einfach gewundert, wie viele dieser Tierchen da von den Bäumen gefallen sind. Der Boden war stellenweise von ihnen ziemlich bedeckt und wenn wir eine Pause gemacht haben, sind sie auch auf unsere Motorradstiefel gekrochen.» Er und sein Kollege hätten die Raupen beobachtet und gefunden, es seien noch ganz herzige und schöne Tierchen.

Die Meinung von Otto Braunwalder und Herbert Huber hat sich aber bald geändert: «Herbert kam von der nächsten Trainingsfahrt zurück und berichtete, offenbar habe ihn eine der Raupen in der Pause in den Mittelfinger gestochen. Jetzt jucke es ihn am ganzen Körper.» Huber habe in der Folge nicht mehr fahren können. Das Jucken sei immer schlimmer geworden und er habe sich auch über Hörverlust beklagt: «Er sagte mir, er könne nicht einmal mehr die Töffs auf der Trainingspiste hören.»

In der Folge hätten sie die Raupen fotografiert und die Bilder dem Besenbürger «BaumKönig» Patrick Zahno geschickt. Der habe umgehend reagiert: «Parkiert eure Autos sofort von den Bäumen weg und schaut, dass ihr mit diesen Tierchen nicht mehr in Kontakt kommt. Die sind hochgiftig.» Zahno habe sich durchaus vorstellen können, dass Hubers Beschwerden von einem Raupenbiss stammten.

Die beiden hatten den Vorfall schon fast wieder vergessen

Die beiden Motocrössler hätten dann ihre Autos sofort weggefahren und Hubers Zustand habe sich nach ein paar Stunden ebenfalls gebessert. Otto Braunwalder sagt, er hätte den Vorfall schon fast wieder vergessen gehabt, als er vergangene Woche den Bericht über die Raupen in der AZ gelesen habe: «Ich gehe davon aus, dass wir in Italien im September genau der Raupenart begegnet sind, die in diesem Artikel beschrieben ist.»

Er werde künftig stark darauf achten, dass er mit diesen Tierchen nicht mehr in Kontakt komme. Wie das Erlebnis mit seinem Kollegen in Italien belege, seien die tatsächlich alles andere als harmlos.

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