Villmergen

Glacé-Boom dank Sommerhitze: Der Gelato-Drive-in ist ein voller Erfolg

Glacé zum Abholen: In Villmergen gibts nun einen Gelato Drive In

Glacé zum Abholen: In Villmergen gibts nun einen Gelato Drive In

Die Geschwister Lepore haben in Villmergen einen Drive-in in der Garage eingerichtet. Das Glace-Geschäft boomt.

Die Sommerhitze macht in diesen Tagen Lust auf Abkühlung. Nicht nur in der Badi oder am See, sondern auch im Gaumen. Zum Beispiel mit einer handgemachten Glace. Als idealer Stopp bietet sich seit Mitte Mai der Gelato-Drive-in an der Rebenstrasse 8 in Villmergen an. Dort haben die drei italienischen Geschwister Lorena, Leonardo und Angelo Lepore vor und in der Garage des Wohnhauses ihren Drive-in eingerichtet – natürlich sind auch Besucher zu Fuss willkommen. Eine kleine improvisierte Lounge mit Sonnenschirm sorgt für Ferienstimmung.

Der Betrieb boomt, die Gelati finden reissenden Absatz. «Obwohl wir keine Werbung machten, strömen die Kunden aus der ganzen Region und auch aus anderen Kantonen zu uns. Sogar aus Basel kam schon jemand extra zu uns und kaufte gleich 40 Becher aufs Mal», sagt Leonardo Lepore.

Degustieren soll für die Kunden ein Erlebnis sein

Zu probieren und kaufen gibt’s im Gelato-Drive-in aktuell die fünf Sorten Fior di Latte, Pistazie, Nuss, Limone di Amalfi und Pfirsich-Maracuja. Wer zum ersten Mal vorbeischaut, kommt in den Genuss einer Degustation von allen Geschmäckern. «Das Degustieren soll für die Kunden ein Erlebnis sein. Sie sollen das Gelato in seinem ganzen Aroma mit den Sinnen aufnehmen», sagt Leonardo Lepore.

Auf das Einhalten der Coronaschutzmassnahmen wird sehr genau geachtet. Er bedient nur mit Maske und Handschuhen, bezahlt werden kann bargeldlos. Für jedes probierte Gelato bekommt man einen neuen rezyklierbaren Löffel. Produziert werden die Glace vollständig ohne Farbstoffe oder Geschmackverstärker in Italien. Selbstverständlich innerhalb der Familie.

Rezepte und Produkte stammen von der Tante

«Unsere Tante führt seit rund 30 Jahren eine Gelateria in unserer Heimatgegend bei Avellino. Alle Rezepte der Gelati stammen von ihr, die Zutaten alle aus Italien», erzählt Leonardo Lepore. In den Ferien hätten sie früher als Kinder immer bei der Produktion mitgeholfen. «Als Teenager kam dann bei mir und meinen Geschwistern der Wunsch auf, einmal selber eine Gelateria zu führen. Die Gelati meiner Tante sind die Weltbesten», schwärmt er mit Herzblut.

Vor drei Jahren haben die Lepores, die im Alter zwischen Ende zwanzig und Anfang dreissig sind, den Entschluss gefasst, die Selbstständigkeit zu wagen. Diesen Mai haben sie mit ihrem Start-up losgelegt.

Entstanden ist die Idee des Gelato-Drive-in, der Dienstag bis Freitag am Nachmittag (15-19 Uhr) und Samstags (11-18 Uhr) offen hat, spontan während des Coronalockdowns. Ursprünglich wollten sie vor allem die Gastronomie beliefern. Dabei soll es nun aber nicht bleiben. Im September eröffnet das Trio in Anglikon eine kleine Gelato-Boutique. Dort wird das Sortiment um viele weitere Geschmacksrichtungen ergänzt. Und als Spezialität stehen mit Glace gefüllte Früchte im Angebot. Zusätzlich haben die Lepores auch einen kleinen Glacewagen für mobile Standorte bauen lassen. «Gelato vermittelt einfach ein Sommergefühl», sagt Leonardo. Gerade, wenn es so heiss ist, wie jetzt.

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