Berikon

Grosse Kunst – und sie wurde auf buntem Stoff nachgestellt

Die Frauengruppe Rüüsquilter arbeitet mit verschiedenen Stoffen und Werkzeugen an den Werken ihrer Ausstellung zum Thema «Auf den Spuren grosser Künstler».  ZVG

Die Frauengruppe Rüüsquilter arbeitet mit verschiedenen Stoffen und Werkzeugen an den Werken ihrer Ausstellung zum Thema «Auf den Spuren grosser Künstler». ZVG

Eine Ausstellung der Rüüsquilter zeigt reproduzierten Picasso, Kandinsky und Munch als Quilts und Patchwork.

«Die Idee des Patchworks ist schleichend von Amerika in die Schweiz über geschwappt», erzählt Regula Addelio über die Anfänge des Quiltens. Sie und ihre drei Schwestern waren alle gleichauf begeistert von der Idee, verschiedene Stoffe auseinanderzuschneiden, neu zu kombinieren und wieder zusammenzunähen. «Patchwork setzt der Kreativität keine Grenzen und ist unglaublich vielseitig. Vor allem für Leute, die gerne mit Stoff arbeiten, ist das Patchwork ein perfektes Hobby», sagt Addelio.

Vor 15 Jahren haben die drei Schwestern eine erste Ausstellung organisiert. Mit noch drei anderen patchwork-begeisterten Frauen schlossen sie sich damals zusammen und nennen sich jetzt die «Rüüsquilter». Die erste gemeinsame Ausstellung 2011 widmeten sie dem Thema Landschaft.

Ein Kandinsky aus Stoff

Auch dieses Jahr stellen die Quilterinnen ihre Werke im Kulturhaus aus. Das diesjährige Thema begibt sich auf die Spuren der grossen Meister der modernen Kunstepoche. Vor einiger Zeit waren die Kolleginnen auf einer Ausstellung mit Bildern des Künstlers Paul Klee. Diese inspirierten die Frauen, sie entschlossen sich kurzerhand dazu, Bilder moderner Künstler wie Picasso, Kandinsky und Munch als Patchwork-Arbeit nachzustellen. «Das ist eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe», erzählt Addelio. «Je nach Künstler muss man sich erst intensiv mit dem Bild ausseinandersetzen und sich die Frage stellen, wie es sich am besten mit Stoff umsetzen lässt.»

Silvia Imper, ebenfalls Mitglied bei der Gruppe der Rüüsquilter, freut sich auf die Ausstellung der fast 70 Werke: «Das Bürgisserhus gibt uns die Möglichkeit, unsere Arbeiten bestens zu präsentieren.» Doch nicht nur Patchworkdecken- und Quilts können die Besucher erstehen, sondern auch Topflappen, selbst gemachte Karten, Taschen und allerlei andere Gegenstände für den Alltag.

Die Erlöse der Ausstellung werden laut Imper für die Deckung der Unkosten genutzt. «Das Ziel dieser Ausstellung ist es aber vor allem, Patchwork populärer zu machen. Es sind sogar schon Interessierte extra aus Graubünden zu uns gekommen, um sich mit uns über das Hobby auszutauschen.»

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