Aussergewöhnlich hohe Rechnungen, angeblich nicht erbrachte Leistungen, eine tödliche Fehldiagnose, nicht bezahlte Mieten und AHV-Beiträge, Abgabe grosser Mengen Ritalin ohne Bewilligung, Vorstrafen in Deutschland - die Liste der Vorwürfe gegen Malm ist lang. Inzwischen wurde Malm aus dem Aargauischen Ärzteverband ausgeschlossen, die kantonalen Gesundheitsbehörden haben ihm die Berufsausübungsbewilligung entzogen und ein Konkursverfahren läuft.

«Ein hervorragender Arzt»

Gustav Roten ist dennoch überzeugt: «Herr Malm ist ein hervorragender Arzt.» Aus seiner Sicht sind die Vorwürfe gegen Malm eine reine Neidkampagne anderer Ärzte auf dem Mutschellen. «Herr Malm ist der einzige Arzt in der Region, der einen 24-Stunden-Notfalldienst bietet und rund um die Uhr für seine Patienten da ist», sagt Roten. Er ist seit sechs Jahren Patient des deutschen Arztes und hat mit Malm nur gute Erfahrungen gemacht. «Nach einem Zusammenbruch hat mir Herr Malm das Leben gerettet», sagt Roten. Nur dank der raschen und kompetenten Intervention habe er überlegt - «das hat mir ein Kardiologe gesagt, der mich nachher behandelte».

Roten betont, dass sich viele weitere Patienten mit Malm solidarisiert hätten. «Innerhalb von zehn Tagen hatten rund 3500 Leute eine Petition unterschrieben, um Herrn Malm zu unterstützen», erinnert sich Roten. Der Entzug der Berufsausübungsbewilligung - den Malm beim Verwaltungsgericht angefochten hat - ist aus Rotens Sicht unhaltbar. «Die Aargauer Gesundheitsbehörden haben einfach dem politischen Druck nachgegeben, der nach der Medienkampagne entstanden ist», meint er.

Roten ist überzeugt, dass die Justiz zugunsten des umstrittenen Arztes entscheiden wird. «Herr Malm wird ständig unter der Gürtellinie angegriffen und ungerecht behandelt - das hat er nicht verdient.»