Bünzen
Handgemachter Druck an der Hauptprobe für den Wasserspritzen-Event

Am 3. September messen sich 27 Teams aus der ganzen Schweiz am Wettbewerb für Handdruckspritzen in Bünzen. Die Organisatoren des streng reglementierten Anlasses überlassen nichts dem Zufall.

Toni Widmer
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Der Feuerwehrverein Dottikon mit seiner Ferdinand-Schenk-Spritze mit Jahrgang 1891 an der Hauptprobe in Bünzen.

Der Feuerwehrverein Dottikon mit seiner Ferdinand-Schenk-Spritze mit Jahrgang 1891 an der Hauptprobe in Bünzen.

Ton widmer

Die Wettbewerbsgeräte sind 100 Jahre und älter, die Wettkämpfer jedoch sehen nur so aus. Historische Bekleidung mit angepasstem Schuhwerk und entsprechender Kopfbedeckung ist Pflicht am traditionellen Schweizerischen Wettbewerb für Handdruckspritzen. Wer in Turnschuhen oder mit Baseballmütze antritt, hat schlechte Karten, das gibt Minuspunkte.

Der 21. Wettkampf, an dem sich insgesamt 27 Teams mit ihren nostalgischen Handdruckspritzen beteiligen, steigt am Samstag, 3. September, in Bünzen. 27 Mannschaften haben sich angemeldet, 9 kommen aus dem Kanton Aargau, 8 aus dem Freiamt (Bünzen, Bettwil, Dottikon, Hägglingen, Niederwil, Hägglingen, Villmergen und Wohlen).

Bewertungen angleichen

Die Organisatoren vom Feuerwehrverein Bünzen überlassen nichts dem Zufall. Drei Wochen vor dem grossen Event hat eine Hauptprobe stattgefunden. Dabei haben zwei Teams – Bünzen und Dottikon – den Wettkampf durchgespielt und sind dabei von den anwesenden Experten aus verschiedenen Regionen der Schweiz bewertet worden. «Es geht darum, die Juroren auf die gleiche Linie zu trimmen. Sie müssen ihre Punkte nach denselben Kriterien vergeben, damit der Wettbewerb so fair wie möglich abläuft», erläutert Wettkampfleiter Martin Ulmer vom organisierenden Verein.

Die Bewertungskriterien sind in einem Leitfaden verbindlich festgelegt. Das Reglement wird vom «Komitee Schweizerischer Handdruckspritzenwettbewerb» anhand der gemachten Erfahrungen von einer Delegiertenversammlung periodisch angepasst.

Nicht nur die Leistung zählt

Am Wettkampf selber geht es primär darum, innerhalb einer festgelegten Zeit eine vorgegebene Menge Wasser zu pumpen. Die Menge ist für jedes Team unterschiedlich und wird per Losentscheid bestimmt. Weiter wird die Weite gemessen, welche die jeweilige Mannschaft mit dem Wasserstrahl erzielen kann, und dazu gibt es auch einen Geschicklichkeitswettbewerb, an dem die Wettbewerbsteilnehmer Punkte sammeln können.

Am Handdruckspritzenwettbewerb zählt jedoch nicht nur die Leistung. Fast ebenso wichtig sind das Auftreten der Mannschaft sowie der Zustand der Spritze, mit dem sie zum Wettkampf antritt. Punkte gibt es für das Alter, aber vor allem auch für den Zustand. Eine Handdruckspritze sollte möglichst im Originalzustand von damals sein. Eine neue Lackierung oder ersetzte Teile können zu einem Punkteabzug führen.

Ebenfalls bewertet werden die Bekleidung und das Auftreten der Mannschaft sowie die Befehlsgebung im Einsatz. Das Reglement verlangt «einheitliche Kleidung, artgerecht und von allen richtig getragen».

Wettkampf: Samstag, 3. September, ab 7.30 Uhr, Schulanlage Bünzen. Dauer bis bis 16 Uhr, Rangverlesen 17 Uhr. Festwirtschaft, weitere Attraktionen. Infos: www.fwv-buenzen.ch.