Widen

Hier zählt der Spass mehr als der Wettkampf

Am Samstag fand der zweite UBS Kids Cup Mutschellen statt, ein Erlebnis für alle Bewegungsbegeisterten.

Es ist noch nicht viel los an diesem Samstagmorgen um halb zehn auf dem Sportgelände Burkertsmatt in Widen. Auf dem grossen Rasen stehen vereinzelte Gruppen von Kindern, ein paar Mädchen halten sich am Geländer fest und wärmen sich auf, während über die letzten Ferien in Dänemark erzählt wird. In der Halle werden Startnummern abgeholt und im Freien, unter quadratischen Zelten, organisieren sich Helferinnen und Helfer mit Messgeräten, Kameras und Mikrofonen.

Heute findet in Widen zum zweiten Mal der UBS Kids Cup statt, gemeinsam veranstaltet von den Gemeinden Widen, Rudolfstetten und Berikon. Die Disziplinen sind simpel: Die Kinder sollen rennen, springen und werfen. Es sollen möglichst viele motiviert und zusammengebracht werden, unabhängig davon, ob sie Leichtathletik schon kennen und üben, oder nicht. Rund 220 Kinder haben sich angemeldet. Die Jungen und Mädchen wollen heute ihr Bestes geben, das ist klar. Doch nicht nur die Sportler am Kids Cup sind aufgeregt und begeistert. Auch Stefan Dürrmüller, Präsident des Turn- und Sportvereins (TSV) Berikon und Mitveranstalter des Events, freut sich, dass es dieses Jahr wieder geklappt hat. «Letztes Jahr hatten wir etwa 170 Kinder. Dieses Jahr sind es über 200!»

Dürrmüller ist nicht nur als engagierter Präsident des TSV Berikon mit Herzblut beim UBS Kids Cup dabei, sondern auch als Vater seiner Tochter, welche aktiv Leichtathletik betreibt. «Da bin ich schon sehr involviert, wenn ich meine Tochter sehe, wie begeistert sie ist und bei jedem neuen Wettkampf ihre Leistung verbessern will. Dieses Kribbeln ist es, was wir erzeugen wollen an diesen Anlässen, dass die Kinder die Möglichkeit haben, das zu erleben.» Los geht es am Samstagmorgen mit Weitsprung. Alle Kinder messen sich in ihren entsprechenden Jahrgängen.

Fairness und Spass vor allem

Mal voll begeistert, mal eher locker, treten die Mädchen und Jungen an zum Weitsprung, 600 Meter Sprint und Ballwurf. «Lueg, genau eso», erklärt eine Mutter ihrem Sohn, während sie älteren Jahrgängen beim Weitsprung zusehen, «wenn du landest, dann musst du einfach nach vorne fallen, nicht nach hinten.» «Einfach nach vorne fallen», bestätigt der Junge. «Er hat genau einmal trainiert», meint seine Mutter lachend. Doch dafür ist der Anlass auch da, um selbst den Jüngsten eine Möglichkeit zu geben, egal wie viel Erfahrung sie mitbringen. Die Höhepunkte des Tages bestehen darin, die eigenen Rekorde zu brechen und mit Freunden an diesem Anlass teilnehmen zu dürfen. Denn die freuen sich über die Erfolge ihrer Mitkämpfer genauso, wie über die eigenen. So entstand am Samstag eine gute, sportliche Atmosphäre, welche Platz liess für Konkurrenzgefühle, aber auch Mitfiebern und ein Gemeinschafsgefühl, in dem man sich unterstützt und anfeuert.

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