Kampfsport

Höhenflug vorerst gestoppt: Die Freiämter Ringer unterliegen dem Erzrivalen Willisau

Der Freiämter Roman Zurfluh (l.) verlor gegen Delian Alishahi.

Der Freiämter Roman Zurfluh (l.) verlor gegen Delian Alishahi.

Die Freiämter Ringer erleiden eine 14:19-Niederlage beim Meister und Erzrivalen Willisau. Dieser besiegt die Aargauer Ringerhochburg mit einer starken Aufstellung.

Nach zwei beeindruckenden Siegen der Ringerstaffel Freiamt zu Saisonbeginn hat Meister Willisau dem Team von Marcel Leutert die Grenzen vorerst aufgezeigt. Die Luzerner Hinterländer überraschten die Aargauer Ringerhochburg mit einer starken Aufstellung. Mit der bisherigen Normalformation waren die Freiämter überfordert. Weil Leistungsträger wie Magomed Aischkanow, Michael Bucher, Randy Vock und Pascal Strebel gegen Willisauer Spitzenringer in hochstehenden Duellen verloren, fiel die Mannschaftsniederlage bei 4:6-Einzelsiegen mit 14:19 unerwartet klar aus.

«Wir hatten in mehreren Kämpfen einen Gewichtsnachteil. Aber wir können stärker aufstellen», machte sich Trai-ner Leutert nach der Schlappe vor 550 coronageschützten Zuschauern keine Sorgen im Hinblick auf die Meisterschaftsentscheidung im November.

Auf der Gegenseite freute sich Willisaus Trainer Thomas Bucheli schelmisch. In den ersten beiden Runden hatte sein Team nicht restlos überzeugt. Hingegen fegte Freiamt vor Wochenfrist Kriessern regelrecht von der Matte. «Das war eindrücklich, und wir wussten, was auf uns zukommt», begründete Bucheli die verstärkte Aufstellung, mit der Willisau die Freiämter Euphorie bremsen und gleichzeitig dem Heimpublikum etwas bieten wollte. Diese Taktik ging auf. Der Erzrivale aus dem Aargau konnte fürs Erste keine Revanche für die letztjährige knappe Finalniederlage nehmen.

Aus dem angestrebten engen Kampf wurde nichts, weil im Gegensatz zu Willisau nicht alle Freiämter die erforderliche Leistung brachten und zwei Ringer vorzeitig kapitulierten. «Das ist noch nicht der Final», sagt es Marcel Leutert gelassen. (wr)

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