Dottikon

In anspruchsvollen Zeiten erfolgreich: Markus Blocher hält mit seiner Dottikon ES am Investitionskurs fest

Mit seinem Laborgebäude schafft Markus Blocher in Dottikon rund 100 neue Arbeitsplätze.

Mit seinem Laborgebäude schafft Markus Blocher in Dottikon rund 100 neue Arbeitsplätze.

Obwohl die weltpolitischen Lagebeurteilung alles andere als Frohsinn verspricht, darf sich Markus Blocher über gut aussehende Zahlen freuen. Der Pharmaauftragsfertiger Dottikon ES ist auch in anspruchsvollen Zeiten sehr erfolgreich unterwegs.

Nimmt man den Börsenkurs zum Massstab, so hat Dottikon ES traumhafte zwölf Monate mit einem Kursgewinn in der Grössenordnung von 50 Prozent hinter sich. Das neue Niveau konnte nach der Publikation des Jahresergebnisses (Abschluss per Ende März) gehalten werden.

Und das obwohl, der Mehrheitsaktionär Markus Blocher (71,8 %) in seiner weltpolitischen Lagebeurteilung und seinem Ausblick alles andere als euphorische Töne angeschlagen hat. Aus regionaler Sicht erfreulich ist, dass der Konzern, der Grössenordnung 600 Personen beschäftigt, im Freiamt weitere Investitionen tätigen will.

Mehrzweckproduktionsanlage vor der Realisierung

Der Small-Molecules-Pharmamarkt sei und bleibe der Hauptmarkt der Dottikon ES, in dem das profitable Wachstum erarbeitet werde, heisst es in einer Medienmitteilung. «Die Nutzung der bestehenden Anlagen wird durch gezielte Debottlenecking-Investitionen gesteigert, um das mittelfristig erwartete Umsatzwachstum realisieren zu können.»

Die Planung einer neuen chemischen Mehrzweckproduktionsanlage für Pharmawirkstoffe zur Sicherung des langfristigen Wachstums sei so weit vorangetrieben, dass mit der Realisierung im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 gestartet werden könne. Gleichzeitig laufe die Planung für zusätzliche Pilotierungs- und Wirkstofftrocknungskapazitäten. «Daraus resultierend werden die Investitionen auch für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 hoch ausfallen», heisst es. Zur Finanzierung der Kapazitätsexpansionspläne sei, aus heutiger Sicht für 2020, «die Aufnahme von ersten externen Finanzmitteln in Vorbereitung».

Laut Medienmitteilung erwartet Dottikon ES für das gesamte laufende Geschäftsjahr 2020/21 einen Nettoumsatz über dem Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2019/20 nach dem Taucher im 2018/19 hervorragend.

Keine Dividende, grosse Investitionen

Zum eben abgelaufenen Geschäftsjahr schreibt die Anlegerzeitung «Finanz und Wirtschaft», der kleinste der vier kotierten Schweizer Pharmaauftragsfertiger sei bei der Profitabilität Spitze. Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 104 Prozent auf 33,2 Millionen Franken. Die Reingewinnmarge beträgt bei einem Umsatz von 174,8 Millionen Franken 19 Prozent. Die operative Gewinnmarge Ebitda erreichte 31,7 Prozent (Vorjahr 27 Prozent).

Trotz der komfortablen Gewinnsituation verzichtet Dottikon ES auf die Ausschüttung einer Dividende. Der Fokus liegt bei den Investitionen, die im Aargau Arbeitsplätze schaffen. Letztes Jahr wurden in Dottikon, das Unternehmen hat eine Einstandortstrategie, für Entwicklungs und Produktionskapazitäten 44,4 Millionen Franken ausgegeben. (uhg)

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