Schädling

Jahrelanger Kampf: Aargauer Behörden verhindern Ansiedlung des Laubholzbock-Käfers

Dieser extrem schädliche Käfer wurde im September 2015 in Berikon entdeckt.

Dieser extrem schädliche Käfer wurde im September 2015 in Berikon entdeckt.

Nach einem jahrelangen Kampf haben die Aargauer Behörden die Ansiedlung des schädlichen Asiatischen Laubholzbock-Käfers verhindern können. Ein erstes Exemplar war im September 2015 in der Gemeinde Berikon entdeckt worden.

Wegen der hohen Schädlichkeit des Käfers und des potenziellen wirtschaftlichen Schadens hätten der Kanton Aargau und die Gemeinde Berikon auf der Basis der Pflanzenschutzverordnung des Bundes nach dem Fund umgehend Untersuchungen eingeleitet und Sofortmassnahmen getroffen, teilte das Aargauische Departement Bau, Verkehr und Umwelt am Mittwoch mit.

Unter anderem wurden alle potenziellen Hauptwirtspflanzen wie Ahorne, Weiden, Platanen und andere im Gebiet rund um die Fundstelle optisch kontrolliert und kartiert. Zudem wurde das Gebiet mit speziell ausgebildeten Spürhunden abgesucht.

Dabei wurde ein Baum mit Käfern und Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien entdeckt. Alle Käfer wurden gefangen und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft übergeben. Der befallene Baum wurde gefällt, zerkleinert und an einem geeigneten Ort verbrannt.

Ausgebildete Spürhunde: Wie Grace, Keno und Co. gefährliche Baumkäfer erschnüffeln.

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Juni 2015

Wirksame Prävention

Es wurden auch Präventionsmassnahmen ergriffen. Das Schnittgut von potentiellen Hauptwirtspflanzen aus dem Siedlungsgebiet wurde separat eingesammelt, in der Zone gehackt und in lokalen Schnitzelheizungen verbrannt.

Die Forstbetriebe verzichteten auf den Verkauf von Stammholz von Hauptwirtsbaumarten aus dem Wald innerhalb der engeren Zone rund um den Fundort der Käfer. Sämtliches Nutzholz von potentiellen Hauptwirtspflanzen wurde gehackt und in den Schnitzelheizungen verbrannt, die in dieser Zone liegen.

Der Käfer ist für den Menschen ungefährlich. Er gilt für Bäume und Sträucher aber als besonders gefährlicher Schädling, der gemäss Pflanzenschutzverordnung des Bundesrates bekämpft werden muss. Der Asiatische Laubholzbock-Käfer befällt verschiedenste Laubbäume und Sträucher im Siedlungsraum und kann auch auf angrenzende Waldgebiete oder Obstkulturen übergreifen.

Im Gegensatz zu den einheimischen Bockkäferarten befallen diese Käfer auch gesunde Pflanzen und können diese teilweise zum Absterben bringen. Der wirtschaftliche Schaden für betroffene Gebiete kann sehr hoch werden. Ein erstes Exemplar des Laubholzbock-Käfers war 2015 in Berikon entdeckt worden. Eingeschleppt wurde das Insekt durch Verpackungsholz aus China. (sda/sam)

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