Oberrüti

Jetzt gibt es mehr Platz für die geburtenstarke Jahrgänge

Die dreistöckige Auskragung links am Schulhaus fügt sich geschickt ins Gebäudekonzept ein. Conrelia Bisch

Die dreistöckige Auskragung links am Schulhaus fügt sich geschickt ins Gebäudekonzept ein. Conrelia Bisch

Ein moderner Anbau ergänzt das vor 50 Jahren gebaute Primarschulhaus in der Oberfreiämter Gemeinde

Die Gemeinde Oberrüti müsse für den geburtenreichen Jahrgang 2009 dreimal so viele Unterrichtsplätze bereitstellen wie für jene des Jahres 2005, informierte Schulpflegepräsident André Widmer anlässlich der Einweihungsfeier auf dem Schulgelände.

Eine markante Steigerung, welche die Kapazität der im Jahr 1966 erstellten, mehrmals sanierten und ausgebauten Schule deutlich übertroffen hätte. Ausserdem verlangen die Umstellung von fünf auf sechs Primarschuljahre im Kanton Aargau sowie die moderne Unterrichtsgestaltung künftig dauerhaft mehr Schulraum.

Provisorium oder Anbau?

Es musste also rasch gehandelt werden. Ein Provisorium in Form eines Pavillons zu erstellen, schien vorerst die beste Lösung zu sein. Die beiden Architekten Bernadette und Herbert Landolt aus Mühlau wurden hinzugezogen.

«Wir erstellten eine Offerte für ein Provisorium gemäss den Vorgaben des Gemeinderats, erlaubten uns aber gleichzeitig, die Kosten für einen Schulhausanbau zu berechnen», berichtete Architekt Herbert Landolt. Diese seien nur unwesentlich höher ausgefallen als beim Pavillon, sodass man sich schliesslich für den Anbau entschieden habe.

Viel zusätzlicher Platz

Entstanden ist eine geschickt ins bestehende Konzept eingefügte dreistöckige Auskragung an der Nordostseite des Gebäudes. Der Anbau bietet Platz für drei grosse, helle Schulräume, ein Büro mit Besprechungszimmer für die Schulhausleitung, zwei Gruppenräume, die zusätzlich für heilpädagogischen Unterricht und Schulsozialarbeit genutzt werden, sowie einen disponiblen Raum für den Hauswart.

Bemerkenswert ist die sehr kurze Bauzeit von lediglich fünf Monaten. Wie Oberrütis Gemeinderat Marco Graf ausführte, ist eine Überschreitung der veranschlagten Kosten von 1,3 Millionen Franken nicht zu erwarten. Nach den Sommerferien, zu Beginn des neuen Schuljahrs 2015/206, konnte der neue Gebäudeteil in Betrieb genommen werden.

Neue Einrichtung kommt gut an

Die beiden neunjährigen Schüler Sarah und Lovin hatten bereits Religions- und Englischunterricht im neuen Schulhausanbau. «Es ist alles so neu und bequem», sagte Sarah, «deshalb mag ich die neuen Zimmer lieber als die alten. Wir haben jetzt auch Einzelpulte und man kann sich auf den Stühlen drehen.»

Neben der modernen technischen Ausrüstung mit fix installierten Nahdistanzbeamern ist das ergonomische Mobiliar die augenfälligste Neuerung. «Man kann die Höhe der Pulte ganz leicht verstellen und die Schreibflächen kippen. Das ist schon cool», meinte Lovin.

Klar, dass dies anlässlich der Besichtigung ausgiebig ausprobiert wurde. Lovin findet es toll, dass man nun «auch mehr Platz zur Verfügung hat und sich gelegentlich in einen der Gruppenräume zum Arbeiten, Lesen oder Puzzeln zurückziehen kann».

Gemeinsam mit ihren Schulkolleginnen und Schulkollegen umrahmten Sarah und Lovin die Feier mit drei herzhaften Liedern. Ausserdem spielte eine Kleinformation der Musikgesellschaft Oberrüti rassig auf und man bewirtete die Gäste beim Apéro und in der Festwirtschaft.

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