Mutschellen
Jetzt wird auf der Burkertsmatt gefestet und abgerechnet

Um das Burkertsmatt-Gelände gebührend zu eröffnen, wird auf dem Mutschellen vom 1. bis 3. Juni gefeiert. Am regionalen Eröffnungsfest treten geladene Politiker auf. Zudem werden verschiedenste Turnshows geboten.

Lukas Schumacher
Merken
Drucken
Teilen
Einweihungsreif: Sportzentrum samt Halle und Aussenanlagen. sl

Einweihungsreif: Sportzentrum samt Halle und Aussenanlagen. sl

Die Vielfalt des Sports steht bei der Eröffnung und Einweihung der neuen Sportanlage auf dem Mutschellen im Mittelpunkt. OK-Präsident Urs Schweizer (Rudolfstetten) und seine Leute richten ein dreitägiges Regionalfest aus.

Pascale Bruderer, Alex Hürzeler

Am Samstag, 2. Juni, findet um 10 Uhr der offizielle Eröffnungsakt statt. Höchste geladene Gäste sind SP-Ständerätin Pascale Bruderer – sie hatte am 13. Februar 2010 den Spatenstich vollzogen – und der aargauische Sportminister, SVP-Regierungsrat Alex Hürzeler.

Das dreitägige Festprogramm strotzt geradezu vor sportlichen Aktivitäten: Pétanque-Turnier, Trampolin-Vorführung, Einblicke in die Sportarten Badminton, Volleyball, Handball und Lacrosse, Qualifikationsrennen für Paralympics in London, Mutschellensprint der Schüler, fussballerische Highlights, Prominentenmätschli, allenfalls Aufstiegsspiel 3./2. Liga des FC Mutschellen.

Das Rahmenprogramm im 800 Personen Platz bietenden Festzelt enthält am Freitag Auftritte von Jugendbands, am Samstag einen Unterhaltungsabend mit Tanzshow und Vorführung des Musicalvereins Mutschellen sowie am Sonntag einen Brunch, einen ökumenischen Gottesdienst und die Eröffnung der neu angelegten Finnenbahn.

Gesamtkosten von 27 Millionen

Die Gesamtabrechnung zum Bau des Sportzentrums liegt noch nicht vor. Einige Rechnungen sind hängig, einige Forderungen des Generalunternehmers Karl Steiner strittig. Verantwortliche des Gemeindeverbandes Burkertsmatt gehen von Gesamtkosten in der Grössenordnung von 27 Millionen Franken aus. In diesem Betrag enthalten sind 600000 Franken für die Öffnung des Pflanzerbachs und 228000 Franken Rechtskosten.

Dieser Betrag steht im Zusammenhang mit den langwierigen Einsprachen und Beschwerden, die das Grossprojekt verzögert hatten. Im Jahr 2013 wird die Kantonssubvention in Höhe von 4 Mio. Franken erwartet. Alles in allem dürften die Nettokosten der Verbandsgemeinden Berikon, Widen und Rudolfstetten 22,5 bis 23 Mio. Franken betragen.

Tauziehen um Pauschale

Wie Marcel Signer an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes erläuterte, macht die Generalunternehmung eine Mehrkosten-Pauschale von 1,4 Mio. Franken geltend. Signer: «Dieses Geld überweisen wir nicht. Gemäss Werkvertrag muss der Generalunternehmer sämtliche Mehrkosten tragen.» Ursprünglich hatte der Generalunternehmer nicht weniger als 95 finanzielle Nachtragsforderungen gestellt. Die meisten davon sind mittlerweile erledigt und wurden von der Bauherrschaft, dem Gemeindeverband, zurückgewiesen. Offen sind nur noch zwei Punkte, die Kosten für die Stabilisierung des Baugrunds und jene für einen Lüftungskanal.

Die «Burkertsmatt»-Abgeordneten, die unter dem Vorsitz von Roland Keller (Berikon) tagten, genehmigten die Verbands- und Betriebsrechnung 2011 einstimmig. Rund 638000 Franken betragen die Gesamtausgaben im Jahr 2011. Der Kostenteiler sieht so aus: Berikon zahlt 200000, Rudolfstetten 184000 und Widen 151000 Franken. Grösste Posten sind der Kauf von Gerätschaften für den
Unterhalt des Sportzentrums mit 232000 Franken und der letztmals fällige Pachtzins an die Gemeinde Rudolfstetten für die Isleren-Benützung mit 117000 Franken.