Widen

Josef Monn hat schon 1995 den Bau eines Aussichtsturms auf dem Hasenberg angeregt

Josef Monn vor einer der beiden 2018 in Bellikon aufgestellten Panoramatafeln.

Josef Monn vor einer der beiden 2018 in Bellikon aufgestellten Panoramatafeln.

Josef Monn ist Präsident des Museumsvereins Bellikon, engagiert sich aber auch stark für den Hasenberg.

«Ich habe mir in den letzten Jahren öfters Gedanken gemacht, ob man auf dem Hasenberg den einstigen Aussichtsturm wieder erstellen könnte. Gibt es auch in eurer Gemeinde solche Ideen? Nur rund 200 Meter oberhalb dem neuen Parkplatz, z.B. bei Pkt. 665, bieten sich links oder rechts der Strasse ideale Standorte an», hat Josef Monn 1995 dem damaligen Wider Gemeindeammann Erwin Günter geschrieben. Monn ist Mitinitiant und Präsident des Museumsvereins Bellikon und – obwohl einst als Zuzüger aus dem Zürcher Oberland ins Freiamt gekommen – ein hervorragender Kenner der regionalen Geschichte.

Turm-Idee schon vor 20 Jahren

Ein grosses Anliegen ist für den 81-Jährigen die Aufwertung des Mutschellens als Naherholungsgebiet. Verschiedene Projekte gehen auf seine Initiative zurück, unter anderem das Ortsmuseum Bellikon, der Bildband über das Dorf und der durchgängige Wanderweg zwischen Bellikon und Widen. Ebenfalls beteiligt war Monn an der Realisierung der zwei Panoramatafeln, die 2018 an der Egelseestrasse und der Oberen Hasenbergstrasse realisiert worden sind. Sie unterstreichen, dass Bellikon die Aargauer Gemeinde mit der umfassendsten und vielseitigsten Aussicht auf die Alpen- und Jurakette ist.

Mit dieser gezeichneten Postkarte wurde in den 20er-Jahren für den Kurbetrieb geworben. Entstanden ist die Illustration vermutlich um 1907.

Mit dieser gezeichneten Postkarte wurde in den 20er-Jahren für den Kurbetrieb geworben. Entstanden ist die Illustration vermutlich um 1907.

Zurück zu Monns Hasenbergturm-Idee: Er ist zwar vor 24 Jahren beim Wider Gemeinderat bezüglich des im gleichen Schreiben angeregten durchgängigen Wanderwegs auf offene Ohren gestossen. Das Projekt wurde in Angriff genommen und (17 Jahre später!) auch tatsächlich realisiert. Der Belliker nennt ihn den «Seppe-Toni-Weg». Weil St. Josef der Kirchenpatron am Ausgangspunkt in Bellikon ist und vorne auf dem Hasenberg in Widen die Antonius-Kapelle steht. Und auch ein bisschen deshalb, weil Josef Anton Monn selber ein «Seppe-Toni» ist.

«Es passt für mich auch so»

Mit seiner Hasenbergturm-Idee hingegen, stiess Monn in Widen vorerst auf kein Gehör: «Die Idee einer Wiedererstellung des Aussichtsturms fand im Gemeinderat wenig Zustimmung. Aus verschiedenen Gründen, die ich Dir gern einmal mündlich erörtere», hatte ihm Erwin Günter damals in einem handschriftlich verfassten Brief geantwortet. Doch knapp 25 Jahre später ist auch dafür ein Projekt spruchreif. Den «Seppe-Toni» in Bellikon freut’s: «Ich hätte mir einen anderen Standort vorstellen können, von dem aus die Aussicht noch umfassender wäre. Doch es passt für mich auch so. Vor allem, weil man jetzt die Infrastruktur vom Haus Morgenstern und damit viele Synergien nutzen kann», sagt er.

Monn wäre aber nicht Monn, wenn er nicht auch dazu noch eine ergänzende Idee hätte. Mit einem Panoramaweg rund um den Hasenberg, glaubt er, könnte man den neuen Aussichtsturm für die künftigen Besucherinnen und Besucher noch attraktiver machen.

Ein entsprechendes Projekt ist laut Peter Spring, Gemeindeammann in Widen und Präsident des Trägervereins für den Hasenbergturm, bereits angedacht: «Wer will, kann vom Standort des Turms aus einen rund anderthalb Stunden dauernden Spaziergang machen und auf diesem Rundweg noch mehr Aussicht geniessen», hatte er im Zusammenhang mit der bevorstehenden Baubewilligung für den Turm erklärt. Für Josef Monn hat der Weg viel Potenzial: «Wir könnten die in Bellikon aufgestellten Panoramatafeln auf der Wider Seite mit weiteren Tafeln ergänzen, und – beispielsweise – auch den Polenstein sowie die Natursteinmauer zwischen Bellikon und Widen integrieren, die von Polen errichtet wurde, die im Zweiten Weltkrieg bei uns interniert waren. Damit würden wir den Besuchern neben der schönen Aussicht auch spannende Geschichten aus der Region vermitteln.»

Dokumentation zum Hasenberg

Im Detail vorgestellt und lanciert werden der Hasenbergturm und allenfalls auch der geplante Panoramaweg an der Gewerbeausstellung MEGA19, die Ende April in Berikon stattfindet. Mit diesem Auftritt wollen die Initianten des Projekts auch Spenden für die Finanzierung generieren. Mit von der Partie ist allenfalls auch Josef Monn. Er hat verschiedene historische Dokumente zum Hasenberg in einer spannenden Präsentation zusammengefasst und diese 2005 im Hotel Ryokan und im Gemeindehaus Widen gezeigt.

«Vielleicht», sagt Monn, «besteht ja Interesse daran, diese Ausstellung in die Lancierung des Turmprojekts an der MEGA19 zu integrieren.»

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Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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