Hägglingen

Jungwirt (20) eröffnet Restaurant in 200-jährigem Haus – «die Küche meiner Nonna hat mich inspiriert»

Nachdem das alte Gemäuer in neuem Glanz erstrahlt, wird es nun auch mit «Luca» neu belebt.

Nachdem das alte Gemäuer in neuem Glanz erstrahlt, wird es nun auch mit «Luca» neu belebt.

Pünktlich zum 200. Geburtstag des Hägglinger Dubachhauses eröffnet Luca Carrieri am 10. Oktober sein «Luca – Ristorante und Bottega». Auf der Speisekarte lässt sich eine Mischung aus italienischen Gerichten mit modernen Einflüssen finden.

Mit seinen knapp zwanzig Jahren gehört Luca Carrieri wohl zu den jüngsten Wirten im Aargau. Am Samstag, 10. Oktober, eröffnet er mit seinem Team das «Luca – Ristorante und Bottega» in Hägglingen. «Ich setze auf saisonale Produkte aus der Region», erzählt er.

Nonnas Gerichte neu interpretiert

Wie sein Familienname vermuten lässt, hat er Wurzeln in Italien. Diesen trägt der Jungkoch selbstverständlich Rechnung. «Die Küche meiner Nonna hat mich dazu inspiriert, Koch zu werden», erzählt er begeistert. Einige ihrer Rezepte werden auch in Hägglingen im «Luca – Ristorante und Bottega» gekocht.

Aber nicht nur das. Carrieri absolvierte seine Ausbildung im Hotel Krone in Lenzburg. Anschliessend erweiterte er sein Können in einem Steakhaus und im Gasthaus zum Schützen in Aarau. Sein umfangreiches Wissen und Können lässt er in die saisonale Speisekarte einfliessen, die auch italienische Menus beinhaltet.

Der junge Mann liebt es, Gerichte neu zu interpretieren. Was in Hägglingen im altehrwürdigen Haus auf den Teller kommt, ist eine Mischung aus italienischen Gerichten mit modernen Einflüssen. Es versteht sich von selbst, dass die Pasta handgemacht ist. Und in der Bottega im Keller werden Weine aus Nah und Fern ausgeschenkt. «Vieles, was ich in der Küche verwende, können die Gäste gleich hier kaufen», fügt er an.

Dubachhaus stammt aus der Zeit der Strohbarone

Die Geschichte des Dubachhauses geht zurück auf das Jahr 1820. Bekannt ist, dass die Liegenschaft im 19. Jahrhundert im Besitz von Martin Geissmann-Ackermann, einem Strohindustriellen, war. Später dann ging das Haus an die Familie Dubach über, die darin bis 1963 eine Bäckerei betrieb.

Nachdem die katholische Kirchgemeinde den Plan verwarf, daraus ein Begegnungszentrum zu realisieren, kaufte 2014 die Firma Landolt & Ackeret AG die mittlerweile marode Liegenschaft und renovierte sie mit viel Liebe zum Detail. Nebst der Wirtschaft beherbergt das Haus auch Mietwohnungen.

Der letzte Pächter hatte den Arbeitsaufwand überschätzt und musste im Frühling 2020 die Türen schliessen. «Ich habe die Pacht nie öffentlich ausgeschrieben», erzählt René Landolt, Besitzer des Hauses. Nebst Luca Carrieri hätten sich zwei weitere Interessenten gemeldet. «Ich wollte dem jungen Mann aus Dottikon eine Chance geben», kommentiert er seinen Entscheid.

Dies auch deshalb, weil Lucas Vater, Vincenzo Carrieri, das Vorhaben seines Sohnes eng begleitet. «Hier drin steckt Magie», schwärmt Vincenzo Carrieri vom stilvoll hergerichteten Dubachhaus. Für ihn war von Beginn an klar, dass er seinem Sohn bei dem Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite stehen würde.

Am 10. Oktober laden der junge Wirt und sein Team zum Tag der offenen Türe mit Musik und Festzelt vor dem Dubachhaus ein. Zugleich wird das 200-jährige Bestehen des Hauses gefeiert. Anschliessend wird das Restaurant von dienstags bis freitags über Mittag und abends sowie am Samstagabend geöffnet sein.

Aargauer Gastro-News 2020

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