Wohlen

Kantischüler drehen aus Spass Musikclip – und dürfen an Zuger Filmtage

Mit diesem Musikvideo schafften es Wohler Kantischüler an die Zuger Filmtage

Mit diesem Musikvideo schafften es Wohler Kantischüler an die Zuger Filmtage

«A little too much» von Shawn Mendes: gecovert und als Musikvideo von Wohler Kantischülern produziert.

Ein Spassprojekt wird zum Erfolg. Neun Kantischüler drehten in den Sommerferien ein Musikvideo. Dieses wurde jetzt nominiert für die ersten Zuger Filmtage. Die jungen Regisseure sind selber überrascht.

Eigentlich wollten sie nur ausprobieren. Neun Wohler Kantischüler nutzten die Sommerferien, um ein Musikvideo zu produzieren. Es war als Übung für Hannah Dobbertin gedacht, die für ihre Maturaarbeit einen Film drehen möchte. Doch der Probegalopp schafft es an die Zuger Filmtage.

Als die Schüler die Ausschreibung für die erste Ausgabe des Festivals für Nachwuchsfilmer am Aushang der Kantonsschule sahen, dachten die Zweitklässler, «ein Versuch ist es wert». Vor zwei Wochen kam die Zusage. «Damit hatten wir nicht gerechnet», sagt Kantischülerin Alenka Gauch. Nun kommt ihr Film auf die grosse Leinwand. Am Sonntag 25. Oktober wird er in der Chollerhalle in Zug gezeigt.

Weisse Masken verbergen die Gesichter

Ihr Film basiert auf dem Song «A Little Too Much» von Shawn Mendes und zeigt die Schüler in alltäglichen Situation: Im Kraft- oder Balletttraining, beim Schminken oder Lesen, in der Schule oder im Auto. Doch ihre Gesichter sind verdeckt, sie verbergen sich hinter weissen Masken. Erst ganz am Schluss fallen sie. «Der Film zeigt, dass man zu sich selber stehen soll», sagt Gauch. Und: «Auch wenn wir mit Masken durchs Leben gehen, unsere Emotionen bleiben nicht verborgen.» Tatsächlich: Trotz Masken spürt man die Gefühle der Figuren. Sei es Unsicherheit, heimliche Schwärmerei oder Minderwertigkeitsgefühle.

Hoffnungen nicht zu hoch schrauben

Kameraführung, Drehbuch, Gesang: Alles machten die Schüler selber. Die ruhige Kameraführung und den richtigen Fokus zu finden, hätte teils Schwierigkeiten bereitet. Die grösste Herausforderung war aber etwas ganz anderes: «Termine zu finden, die allen passen», sagt Gauch und lacht.

Auch an den Filmtagen in Zug kann nicht die ganze Truppe dabei sein. Fünf befinden sich derzeit im Sprachaufenthalt und müssten den allfälligen Sieg aus der Ferne feiern. 30 Beiträge von Filmmachern unter 20 Jahren kämpfen um sechs Preise. Unter anderem für den besten Film oder für den besten Schnitt. «Wäre cool, wenn wir es noch weiterbringen würden», sagt Gauch. «Wir dürfen aber die Hoffnungen nicht zu hoch schrauben.» Doch eines ist klar: Die Schüler müssen sich am 25. Oktober hinter keiner Maske verstecken.

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