Bremgarten

Kinder erhalten fachgerechte Hilfe

Stiftungsleiter Thomas Bopp (links) mit den Bereichsleitern Thomas Holzer und Gaby Schelbert und dem Bauleiter Werner Mäder. JÖRG BAUMANN

Stiftungsleiter Thomas Bopp (links) mit den Bereichsleitern Thomas Holzer und Gaby Schelbert und dem Bauleiter Werner Mäder. JÖRG BAUMANN

Die St. Josef-Stiftung eröffnete das neue Therapie- und Förderzentrum im Klösterli.

Im ehemaligen Kapuzinerkloster in Bremgarten fasste die St. Josef-Stiftung das Therapie- und Förderzentrum mit der Psychomotorik und dem Heilpädagogischen Dienst (Früherziehung und Frühlogopädie) zusammen. Das Klösterli stand nach dem Wegzug der Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales nach Brugg zum grossen Teil leer.

Kreative Lösungen gefunden

Unter der Bauleitung von Werner Mäder (Villmergen) entstanden im Klösterli praktische und vielseitig nutzbare Therapieräume und Sitzungsräume. Er staune, wie gross das von aussen kleiner wirkende Klösterli innen sei, sagte Mäder gestern an der Besichtigung. Das Zeitprogramm sei mit drei Monaten sportlich gewesen, sagte er. Auf einer Nutzfläche von 1100 Quadratmetern konnte der Bauleiter zusammen mit handverlesenen, guten Handwerkern kreative Lösungen finden. So sei es gelungen, das Raumprogramm möglichst respektvoll in der vorhandenen Bausubstanz einzugliedern, sagte Mäder. Die Umbaukosten konnten mit 870 000 Franken bescheiden gehalten werden.

Das Therapie- und Förderzentrum im Klösterli sei das Herzstück der Stiftung, betonte Stiftungsleiter Thomas Bopp. Frühe Hilfe und frühe Förderung sei bei Kindern, die unter psychomotorischen und sprachlichen Schwierigkeiten litten, besonders wichtig, erklärten die Bereichsleiter Gaby Schelbert und Thomas Holzer. Es falle auf, dass manche Kinder zu wenig Bewegung und Auslauf hätten, sagte Gaby Schelbert, Leiterin Psychomotorik. «Ich bin gespannt, wie sich der Gebrauch der Handys dereinst auf die Entwicklung der Kinder auswirken wird.»

Thomas Holzer, Leiter Heilpädagogischer Dienst, betonte, dass sein Team vielfach bei den Kindern zu Hause tätig sei. Dabei gehe es darum, das Umfeld und die Eltern kennenzulernen. So könne man zusammen mit ihnen Lösungsmöglichkeiten bei Verhaltensschwierigkeiten oder Entwicklungsauffälligkeiten erarbeiten. «Wir beraten auch Leiterinnen von Spielgruppen und Kindertagesstätten», bemerkte Holzer.

Raumprogramm für Zentralbau

Das Schulhaus St. Josef kann nach der Sanierung anfangs August der Primarschule Bremgarten übergeben werden. Die Stiftung reichte den Bewilligungsbehörden das von der Firma Batimo AG (Zofingen und Olten) entwickelte Raumprogramm für die künftige Nutzung des Zentralbaus ein. In diesem auffälligen Hochhaus will die Stiftung drei Stockwerke für die Heilpädagogische Schule, die Beschäftigung für alle und die Physio- und Ergotherapie selber nutzen. Die vier restlichen Stockwerke sind für Wohn- und allenfalls auch Arbeitsräume für andere Nutzer vorgesehen. «Wir möchten am liebsten 2018 mit dem Umbau beginnen», teilte Stiftungsleiter Thomas Bopp mit. Das Therapie- und Förderzentrum im Klösterli kann die Bevölkerung am Samstag, 20. Mai, von 10 bis 14 Uhr besichtigen.

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