Kommentar
Die grossen Parteien sind zurück im Wohler Gemeinderat

Denise Strasser (FDP) wurde überraschend in den Gemeinderat gewählt. Dafür muss das langjährige Ratsmitglied Paul Huwiler (Die Mitte) gehen.

Andrea Weibel
Andrea Weibel
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FDP Wohlen stösst im Restaurant Marco Polo auf den Einzug von Denise Strasser in den Gemeinderat an.

FDP Wohlen stösst im Restaurant Marco Polo auf den Einzug von Denise Strasser in den Gemeinderat an.

Pascal Bruhin

Es war eine grosse Überraschung, dass Denise Strasser gleich im ersten Wahlgang den Sprung in die Wohler Exekutive geschafft hat. Die 40-Jährige ist, obwohl sie seit vier Jahren im Einwohnerrat sitzt, politisch noch sehr wenig bekannt. Sie gehört nicht zur ersten Garde der FDP Wohlen.

Doch gehört ihre Ortspartei sicher zu den vier grossen in Wohlen. Hinter SVP (11), Mitte (7) und SP (7) hat sie im Einwohnerrat die meisten Sitze (6). Seit vier Jahren hatte die FDP aber keinen Sitz mehr im Gemeinderat. Davon hat Strasser nun profitiert.

Mit Paul Huwiler (Die Mitte) verliert Wohlen dafür einen langjährigen Gemeinderat. Seit 2006 politisierte er im Gremium, war Vizeammann und lenkte die Gemeinde ein gutes Jahr als interimistischer Ammann. Vor den Wahlen galt er als Wackelkandidat. Das hat sich nun bewahrheitet, obwohl seine Ratskollegen es schade finden, dass er gehen muss.

Doch das ist Demokratie. Alle grossen Parteien sind zurück im Rat. In den vergangenen vier Jahren hat die Leitung Wohlens so gut funktioniert wie lange nicht. Grosse, lange verschlampte Projekte (Schulhaus Halde, Bahnhof, Polizeikommando etc.) kommen voran. Nun muss Strasser ihren Worten Taten folgen lassen, um da mithalten zu können.

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