Sie sparen Energie und leuchten gezielt aus: In Dietwil soll die ganze Strassenbeleuchtung saniert und auf LED-Lampen umgerüstet werden. Dafür wird der Einwohnergemeindeversammlung am 16. November ein Kredit von 180 000 Franken beantragt. Weiter sind die Sanierung der Fenster des Schulhauses Chileblick für 210 000 Franken sowie verschiedene Reglementsgenehmigungen traktandiert. Das Budget 2018 rechnet mit einem neuen, auf 110 Prozent reduzierten Steuerfuss.

Die EFA Energie Freiamt AG in Muri verfügt als Unterhaltsverantwortliche der Dietwiler Strassenbeleuchtung nur noch über ein beschränktes Lager an Ersatzleuchtmitteln, die in den heutigen Quecksilberdampfleuchten eingesetzt werden. Diese dürfen seit 2015 weder importiert noch verkauft werden. Deshalb sollen sämtliche Leuchten der Strassenbeleuchtung in der Gemeinde Dietwil mit zeitgemässen LED-Leuchten ersetzt werden.

Konkret verfügt die Gemeinde über 97 Quecksilberdampfleuchten, 14 Natriumdampfleuchten und 12 weitere Leuchten. Mit der Umrüstung auf LED-Lampen wird gleichzeitig das Steuerungskonzept für die Strassenbeleuchtung überdacht. Mit der LED-Technik kann durch individuelle Steuerung und stufenweise Dimmung die Strassenbeleuchtung gezielter vorgenommen werden. Durch die genauere Ausrichtung der Lichtkegel kann auch die Lichtverschmutzung minimiert werden. Es wird mit einer Energieeinsparung von rund einem Drittel des jetzigen Verbrauchs gerechnet, dazu reduzieren sich die Unterhaltskosten.

Neues Wasserreglement

Zur Genehmigung vorgelegt werden das Reglement zur familienergänzenden Kinderbetreuung sowie das revidierte Abwasser- und Wasserreglement. Im Februar 2017 wurde ein Initiativbegehren eingereicht, das die Anpassung der Grundgebühr Wasser forderte. In Anlehnung an das Abwasserreglement erachtet es der Gemeinderat als sinnvoll, die Grundgebühr neu ebenfalls in Einheiten (Wohnungen) zu erheben. In diesem Punkt wird die Initiative unterstützt.

Allerdings soll seiner Ansicht nach für beide Reglemente eine einheitliche Erhebung angestrebt werden. Er legt deshalb einen Gegenvorschlag zur Initiative vor: erste Einheit 130 Franken, jede weitere Einheit 80 Franken. «Das Hauptanliegen der Initiative kann damit umgesetzt werden, indem die Anzahl Wohnungen in den Wohnhäusern in die Berechnung der Grundgebühr einfliesst. Dies ist auch aus Sicht des Gemeinderates eine gerechtere Preispolitik», hält er fest.

Geld aus der Deponie

Mit der neuen Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden ergab sich auch eine Steuerfussverschiebung. Der Kantonssteuerfuss steigt um drei Prozent, der Gemeindesteuerfuss sinkt um drei Prozent. Gemeinden, die diese drei Prozent nicht senken, nehmen eine Steuererhöhung vor. In Dietwil kann der Steuerfussabtausch aufgrund des Finanzplans vollumfänglich umgesetzt werden. Der Steuerfuss sinkt auf 110 Prozent. Den Steuerfuss senkte die Gemeinde wegen der erwarteten Einnahmen aus der Deponie für sauberes Aushubmaterial bereits per 2017 von 116 auf 113 Prozent. Es wurde zudem in Aussicht gestellt, eine erneute Senkung zu überprüfen, sobald die Deponieeinnahmen in den ersten paar Jahren fliessen werden.