Tragischer Unfall

Kutscherin war machtlos: «Sie hatte eine furchtbare Zeit, bis sie überhaupt gestürzt ist»

Lebensretter von Kutschen-Unfall gesucht

Lebensretter von Kutschen-Unfall gesucht

Letze Woche verunfallte im Bezirk Bremgarten eine 59-Jährige mit einer Kutsche schwer. Freunde des Opfers suchen nun nach ihrem Retter.

Bei einem Kutschenunfall in Jonen stürzte eine 59-Jährige so schwer, dass sie mit Knochenbrüchen und inneren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ein enger Bekannter sucht nun nach ihrem Retter.

Selbst eine Woche nach dem tragischen Unglück sind die Spuren der Kutschenräder immer noch klar sichtbar. Das feuchte Gras des Wiesenhangs ist von tiefen Furchen gezeichnet. Hier, in einem Waldgebiet unweit der Grenze zum Kanton Zürich, verunfallte eine 59-Jährige mit ihrer Kutsche so schwer, dass sie seither mit inneren Verletzungen und Knochenbrüchen auf der Intensivstation liegt.

Die beiden Pferde, welche die Kutsche zogen, hatten sich wegen Kühen erschreckt und brannten durch. Während die Frau versuchte, der Situation Herr zu werden, riss plötzlich auch noch die Kreuzlehne - jene Zügel, welche zur Steuerung da sind. Hanspeter Giger, ein enger Bekannter der 59-Jährigen, erklärt gegenüber «Tele M1»: «Dort, wo es reisst, brechen die Pferde nach rechts aus.» Deshalb seien die Tiere auch die Schlucht hinuntergerannt. Die Kutscherin sei zu diesem Zeitpunkt völlig machtlos und ihrem Schicksal ausgeliefert gewesen.

Unbekannter Jogger ruft Hilfe

Mehrere hundert Meter galoppierten die Pferde mitsamt der Kutsche wie wild durch den Wald, bevor die 59-Jährige schliesslich vom Bock stürzte. «Sie hatte eine furchtbare Zeit, bis sie überhaupt gestürzt ist», sagt Giger betroffen. «Für mich ist es nach wie vor ein furchtbares Trauma - auch heute noch.»

Bei einer Waldhütte in Jonen traf ein Jogger auf die Verletzte und fackelte nicht lange: Nachdem er einen Rettungsdienst gerufen hatte, kümmerte er sich um die verletzte Frau, bis Hilfe eintraf. Giger will den bis heute unbekannten Mann um jeden Preis finden. "Das ist doch keine Selbstverständlichkeit mehr heute. Wir müssen das fördern und den Mann auszeichnen", ist er überzeugt. Ohne dessen rasche Hilfe hätte die 59-Jährige wohl nicht überlebt. «Das muss man danken.»

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