Landwirtschaft
Langes Warten auf Trockenperiode: Den Aargauer Bauern verfault das Getreide

Franz Hagenbuch, Landwirt aus Rottenschwil, ist frustriert. Einen so nassen Sommer hat er noch nie erlebt.

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Tele M1

Diesen Sommer hat es nicht einfach geregnet, sondern manchmal tagelang einfach nur geschüttet. Allen voran die Bauern hoffen auf trockeneres Wetter. Dann könnten sie endlich das Getreide auf ihren Feldern ernten. Tele M1 hat Franz Hagenbuch, Landwirt aus Rottenschwil, auf sein Kornfeld begleitet.

Der Landwirt ist frustriert. «Im Frühling haben diese Kulturen noch gut ausgesehen», sagt er. Dann kam das Regenwetter. Das Problem: Ist das Getreide einmal ausgewachsen, kann es nicht mehr zu Mehl, sondern nur noch zu Tierfutter verarbeitet werden. Dafür gibt es für die betroffenen Bauern deutlich weniger Geld. Auch aus Hagenbuchs Weizen konnte man kein Mehl mehr herstellen.

Das viele Wasser führt aber nicht nur dazu, dass das Getreide auf den Feldern fault. Wegen der durchnässten Böden können auch die tonnenschweren Erntemaschinen nicht mehr aufs Feld fahren. Immerhin, sagt Hagenbuch gegenüber dem TV-Sender, könne man Lebensmittel importieren. So merke die Bevölkerung nicht viel von den Ernteausfällen.
Er hofft jetzt auf schöneres Wetter in Rottenschwil. So kann vielleicht wenigstens das Getreide auf seinem letzten Feld zu Mehl verarbeitet werden. Immerhin: Die Wetterprognose sieht vielversprechend aus. (az)

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