Fischbach-Göslikon

Lichter und Gesang für mehr Solidarität

Mit vielen Lichtern wurde der sozialen Kälte entgegengewirkt.

Mit vielen Lichtern wurde der sozialen Kälte entgegengewirkt.

Die Kirchgemeinde von Fischbach-Göslikon beteiligte sich an der Aktion «Eine Million Sterne» und setzte so ein leuchtendes Zeichen für den Gemeinschaftssinn.

In der winterlichen Dunkelheit wies am späten Samstagnachmittag der Kerzenschein den Weg zur Kirche. Der Bereich vor dem Gotteshaus füllte sich mit  Erwachsenen und Kindern, warm angezogen mit Mützen und Handschuhen. An einem Stand der Caritas erhielten sie gegen eine Spende eine eigene Kerze. Viele Lichter hatten bereits ihren Platz gefunden. Besonders die Kinder hatten ihre Freude daran, sie aufzustellen und das kleine Lichtermeer immer wieder in Augenschein zu nehmen.

Wie Fischbach-Göslikon beteiligen sich in der Schweiz rund 100 Orte an der Aktion «Eine Million Sterne», für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Marco Giorgi vom Kirchlichen Regionalen Sozialdienst (KRSD) informiert: «615 000 Menschen leben in der Schweiz in Armut. Mit ‹Eine Million Sterne› möchte die Caritas auf die Betroffenen aufmerksam machen und ein Zeichen für Solidarität setzen.» Der Anlass sei zudem hilfreich, auf den Kirchlichen Regionalen Sozialdienst, der von der Caritas geführt wird, hinzuweisen. «In Wohlen sind wir bekannt, aber in der Umgebung eventuell noch nicht. So eine Veranstaltung ist gut, um zu informieren», führt Giorgi aus. Wer Hilfe  benötige, etwa in Rechtsfragen oder Krisensituationen, könne diese vom KRSD unkompliziert und kostenlos erhalten.

Zusammen mit der Kirchenpflege betreute der Dienst den leuchtenden Anlass, neben den Kerzen gab es feine Weihnachtsguetzli sowie Punsch zum Aufwärmen. Um 17.30 Uhr startete ein Versöhnungsgottesdienst. Die barocke Kirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt, die Kinder trugen zur heiteren Atmosphäre bei. Doch der ernste Hintergrund von «Eine Million Sterne» blieb präsent.

Ein grosses Lichtermeer

Pastoralassistentin Esther Holzer rief dazu auf, die Herzen zu öffnen und ein Licht anzuzünden, um Solidarität mit jenen zu bekunden, die von Kummer und Sorgen betroffen sind. Musikalisch begleitete der Kinderchor Niederwil den Gottesdienst. Mit Liedern wie  «Jingle Bells» oder «Little Drummer Boy» stimmeten die jungen Sänger klangvoll auf die Weihnachtszeit ein. Draussen wuchs nach dem Gottesdienst das kleine Lichtermeer an. Viele Besucher beteiligen sich an der Solidaritätsaktion.

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