Der umstrittenen Allgemeinmediziner Ingo Malm aus Rudolfstetten bittet für seinen Angriff auf einen Reporter von Tele M1 um Verzeihung. In einem Fax an die Redaktion des Regionalfernsehsenders, der der az ebenfalls vorliegt, schreibt Malm, er möchte sich «auf diesem Weg ausdrücklich» für sein Verhalten entschuldigen.

Malm begründet seine Attacke auf den ihm namentlich nicht bekannten Journalisten damit, dass er «unverzeihlicherweise» die Nerven verloren habe, was ihm «trotz der Missachtung meiner Persönlichkeitsrechte» nicht hätte passieren dürfen.

«Es tut mir Leid und ich darf ihn (den Journalisten; Anm. der Red.) Bitten, meine Entschuldigung anzunehmen», schreibt Malm.

Wegen Ritalin-Abgabe vor Gericht

Der Arzt musste sich am vergangenen Mittwoch vor dem Bezirksgericht Bremgarten verantworten, weil er laut Anklage einem suchtkranken Patienten einen überhöhte Dosis an Ritalin-Tabletten verschrieben haben soll. Ein Urteil steht wegen eines von Malm eingereichten Ausstandsbegehrens noch aus.

Nach der Verhandlung bezeichnete Malm den vor dem Gerichtsgebäude wartenden Journalisten als «Schweinehund» und «Arschloch» und schlug mit einer Tasche auf den Gerichtsreporter ein, wobei er ihn leicht am linken Arm erwischte.

Beim Regionalsender Tele M1 hiess es auf Anfrage, man nehme die Entschuldigung «zur Kenntnis». (bau)