Wohlen
Marcelle Tschachtli wird neue Schulleiterin der HPS Wohlen

Die Wohlerin tritt am 1. Februar die Nachfolge von Oskar Müller an, der die HPS während 14,5 Jahren geleitet hat.

Andrea Weibel
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Marcelle Tschachtli wird neue Schulleiterin der HPS Wohlen

Marcelle Tschachtli wird neue Schulleiterin der HPS Wohlen

Aargauer Zeitung

Fast 15 Jahre leitete Oskar Müller die heilpädagogische Schule (HPS) Wohlen. Nun geht er Ende Januar im Alter von 64 Jahren frühzeitig in Pension. Schulpflegepräsident Franco Corsiglia beruhigt: «Es ist ungewöhnlich, dass ein Schulleiter während des laufenden Schuljahres geht, aber ich kann versichern, dass dies nicht aufgrund irgendwelcher Probleme passiert. Es war Oskar Müllers Wunsch. Wir sind sehr froh, dass wir mit Marcelle Tschachtli eine sehr gute Nachfolgerin für ihn gefunden haben.»

Die neue Schulleiterin sagt: «Ich freue mich, nach Wohlen zurückzukommen. Ich bin hier aufgewachsen und lebe hier, habe lange das Wohler Chinderhuus geleitet, und meine beiden Töchter sind in Wohlen zur Schule gegangen. Ich bin verwurzelt im Dorf.»

Das Thema Integration interessiert sie sehr

Mit der HPS hatte die gelernte Kindergärtnerin und ausgebildete Schulleiterin bisher nicht direkt zu tun. Sieben Jahre leitete sie die Primarschule Veltheim und begleitete auch diverse Schüler mit Sonderschulbedarf. «Es ist eine kleinere Schule mit rund 120 Schülern. Die nächste Sprachheilschule wäre in Lenzburg. Daher haben wir recht offensiv in die Regelschule inte­griert», so Tschachtli.

«Mir ist es ein Anliegen, alle Kinder da abzuholen, wo sie stehen. Es wird für mich interessant sein, meine Erfahrungen mit Integration an der Regelschule auch in die HPS einbringen zu können.» Wahllose Integration sei allerdings nicht ihr Ziel. «Das Thema ist ein heisses Eisen, das momentan vom Kanton geschmiedet wird.»

Sie freut sich aber: «Diese Entwicklungen interessieren mich sehr und der Umgang mit Heterogenität an der Schule Aargau bleibt sicher auch in den kommenden Jahren spannend.»

Zuerst will sie alles und alle kennen lernen an der HPS

Die 46-Jährige, die für den Schulleiterposten von der Schule Wohlen angefragt wurde, will zuerst aber Schule, Mitarbeitende und Schüler kennen lernen. «Ich möchte in Gesprächen erfahren, was sich bewährt hat und wo allenfalls Veränderungswünsche da sind. Ein Schulleiterwechsel ist immer eine Chance, alles neu zu durchleuchten.»

Ab dem 1. Februar wird Tschachtli vorerst in einem 20%-Pensum für die HPS Wohlen zuständig sein und sich die Leiterfunktion mit Lucia Ambühl und Verena Iseli teilen. 45% bleibt sie bis Ende Schuljahr in Veltheim angestellt. «Ab dem 1. August leite ich die HPS dann aber selbstständig in einem 80%-Pensum.»