Wohlen

Massive Erhöhung der Verschuldung wird zur Bewährungsprobe für die Gemeinde

Die Finanzkommission lobt die gute Buchhaltung der Gemeinde Wohlen.

Die Finanzkommission lobt die gute Buchhaltung der Gemeinde Wohlen.

Die Finanzkommission lobt die gute Buchhaltung und sorgt sich über die negativen Zahlen in der letzten Jahresrechnung.

Die Wohler Finanzkommission hat die Jahresrechnung und die Buchführung des vergangenen Rechnungsjahres beurteilt. Dabei unterstützt wurde sie von der Revisionsgesellschaft Gruber Partner AG, die basierend auf Stichproben die Erfolgs- und Investitionsrechnungen überprüften. Zusammenfassend stellen die Finanzkommission und die Wirtschaftsprüfer fest, dass die Buchhaltung sauber und übersichtlich geführt sei, Erfolgs- und Investitionsrechnung mit der Buchhaltung übereinstimmen und die Jahresrechnung den gesetzlichen Grundlagen entspricht. Der Schwerpunkt der Untersuchung wurde auf mögliche Abweichungen zum Budget 2016 gelegt.

Die Finanzkommission stellte fest, dass der Nettoaufwand pro Einwohner positiverweise um 6,5 Prozent unterschritten wurde: «Allerdings macht die erneute Steigerung im Budget 2017 um absolut 1,2 Prozent pro Einwohner Sorgen», schreibt die Kommission im Erläuterungsbericht. Die wesentlichen Finanzkennzahlen würden sich von Jahr zu Jahr verschlechtern: «Diese fehlende Leistungsfähigkeit und die dadurch entstehende massive Erhöhung der Verschuldung werden für Wohlen zur Bewährungsprobe bei kommenden Investitionen.»

Finanzplan nicht aktualisiert

So läge die durchschnittliche Steuerkraft natürlicher Personen aller aargauischen Gemeinden bei 2337 Franken: «Wohlen liegt aber rund 20% unter diesem Wert.» Die Finanzkommission empfiehlt dem Gemeinderat, dieses Defizit mit der Steuerkraft von juristischen Personen aufzuholen. Zudem wurde bei den Untersuchungen festgestellt, dass der Finanzplan der Gemeinde Wohlen nicht jährlich aktualisiert wird.

Veränderungsbedürftig sei laut der Finanzkommission auch der Stellenplan. «Die Stellen der Stundenlöhne werden über das Budget beantragt. Wie die Stellen effektiv besetzt wurden, ist aber nicht ersichtlich.» Zudem werde die Arbeitszeitverordnung, beispielsweise bei der Regelung von Überzeiten, nicht eingehalten.

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