Wohlen
Mehr Attraktivität dank der Wagenrainstrasse

Die Erschliessung des Rebbergs in Wohlen ist abgeschlossen. Bald sollen auf den Naturwiesen teure Wohnungen stehen. Es ist eine Investition in die Zukunft. In Wohlen verspricht man sich auch mehr Steuereinnahmen.

Samuel Schumacher
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Sie weihten die neue Wagenrainstrasse feierlich ein: Einwohnerratspräsidentin Marlise Spörri (Dritte v.l.) und die Gemeinderäte (v.l.) Ruedi Donat, Bruno Breitschmid, Ammann Walter Dubler, Baumeister Kurt Notter, Urs Kuhn und Paul Huwiler. sas

Sie weihten die neue Wagenrainstrasse feierlich ein: Einwohnerratspräsidentin Marlise Spörri (Dritte v.l.) und die Gemeinderäte (v.l.) Ruedi Donat, Bruno Breitschmid, Ammann Walter Dubler, Baumeister Kurt Notter, Urs Kuhn und Paul Huwiler. sas

Wie frisch geputzt und neu poliert wirkte die glänzende nasse Wagenrainstrasse am Samstagmorgen, als der Wohler Gemeinderat mit rund 150 Gästen die Erschliessung des Wohler Rebberges feierte. Mit dem obligaten Bandschnitt und einem beeindruckenden Oldtimer-Corso wurde der 1170 Meter lange Strassenabschnitt nach knapp anderthalbjähriger Bauzeit eröffnet.

Bereits in den 1970er-Jahren wurde das Gebiet Rebberg als Bauzone definiert. «Damit entstand für die Gemeinde die Pflicht, das Gebiet zu erschliessen», sagte Gemeindeammann Walter Dubler. Im Juni 2010 genehmigte die Wohler Stimmbevölkerung den Baukredit über sieben Millionen Franken. 4,6 Millionen davon entfielen auf die privaten Grundeigentümer. Den positiven Stimmentscheid zur Erschliessung des Rebbergs wertete Walter Dubler als «Bekenntnis zu einer weiterhin positiven Entwicklung von Wohlen.» Mit den Bauarbeiten wurde die Firma Käppeli AG beauftragt.

«Wohlens Attraktivität steigern»

Die Erschliessung des Rebbergs sieht Dubler als Investition in die Zukunft. «Hochwertiger Wohnraum kann erbaut werden, die Attraktivität von Wohlen steigt.» Zudem entspräche die Erschliessung des Rebbergs auch den bundespolitischen Vorgaben. «Der Bund verlangt von den Gemeinden, dass diese zuerst bereits bestehendes Bauland erschliessen, bevor unberührte Grünzonen angetastet werden.»

Dubler hofft, mit den geplanten und noch zu planenden Wohnungen auf den 66'000 Quadratmetern Bauland finanzkräftige Mieter und Käufer nach Wohlen locken zu können. «Von diesen Leuten brauchen wir mehr in Wohlen.Die Erschliessung des Rebbergs ist eine konkrete Massnahme, um die Steuerkraft der Gemeinde zu verbessern.»

Der Gemeindeammann dankte den zahlreichen Bauleuten, allen voran Baumeister Kurt Notter, dem mit seinem Team ein «tolles Bauwerk» gelungen sei. Rund drei Dutzend Oldtimer tuckerten zum Abschluss der Feier auf der Wagenrainstrasse über den Rebberg, dessen blühende Naturwiesen wohl bald dem hochwertigen Wohnraum weichen müssen.