Berikon

Mister-Schweiz-Kandidat: «Ich will kein Herzensbrecher sein»

Der Freiämter Ronny Lnenicka kämpft im August als einziger Aargauer um den Titel des Mister Schweiz. Und dies ganz nach dem Motto: «Wahre Schönheit kommt von innen.»

«Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Die wahre Schönheit kommt von innen», sagt Ronny Lnenicka. Der 25-Jährige ist in Berikon aufgewachsen und kämpft am 26. August als einziger Aargauer um den Mister-Schweiz-Titel in der Maag Eventhall Zürich.

Erste positive Erfahrungen an Schönheitswettbewerben hat er bereits gesammelt: Seit letzten Mai ist der Freiämter amtierender Mister Nordwestschweiz. Herausstechen wird Lnenicka – dessen Name tschechischen Ursprung hat – an der Mister Schweiz Wahl mit Sicherheit: Der 185 Zentimeter grosse und 72 Kilo schwere junge Mann ist der einzige Blonde unter den 14 Kandidaten.

Die Fronten werden sich verhärten

«Dass ich an der Wahl um den Mister Nordwestschweiz teilnahm, war eher ein Zufall», erklärt Lnenicka. Er sei beim Surfen im Internet auf die Seite gestossen und habe sich gedacht, wieso nicht. «Nachdem ich den Titel gewonnen hatte, fragten mich viele, wieso ich nicht für die Mister-Schweiz-Wahl kandidiere.»

Wieso Ronny Lnenicka aus Berikon Mister Schweiz werden will

Wieso Ronny Lnenicka aus Berikon Mister Schweiz werden will

Gesagt, getan: nach der Anmeldung folgten zwei Castings. Von 300 Bewerbern wurden 14 auserwählt, darunter Ronny Lnenicka. «In der folgenden Ausbildungswoche in Davos war es sehr lustig mit den 13 Jungs. Dabei konnte ich erste Erfahrungen sammeln und mich mit den anderen vergleichen.» Das Ganze sei eine spannende Herausforderung. Kein Zickenkrieg? «Bisher nicht – ich gehe jedoch davon aus, dass sich die Fronten gegen Ende verhärten werden», sagt Lnenicka und lacht. Natürlich würde er sich freuen, wenn er zum Mister Schweiz gekürt würde. Wichtiger als Ruhm und Ehre sei jedoch die Gründung einer Familie. Lnenicka glaubt nämlich an die wahre Liebe und an die Monogamie.

Wunsch nach einer Familie

«Ich bin kein überzeugter Single, aber ich brauche nicht eine Freundin, nur um eine Freundin zu haben.» Er wünsche sich eine Seelenverwandte, mit der er eine Familie gründen könne. «Frauen, die sich ins Zentrum rücken, mag ich nicht.» Er müsse mit einer Frau über alles reden und eine gute Basis aufbauen können. Zudem wolle er nicht, dass sich eine Frau aufgrund eines Schönheitstitels in ihn verliebe. Schönheit sei rein äusserlich.

«Falls ich den Mister-Schweiz-Titel gewinne, möchte ich kein Herzensbrecher, sondern ein Vorbild für die Jugend sein.» Inwiefern? «Es ist sehr wichtig, dass Jugendliche eine fundierte Ausbildung absolvieren und ihr Leben so einteilen und gestalten, wie es ihnen gefällt.» Er habe schon als Kind gewusst, dass er Automechaniker werden wolle. «Autos und die fortschreitende Technik haben mich schon immer fasziniert.» Doch während der vierjährigen Lehre merkte er, dass er noch etwas anderes lernen will. «Ich absolvierte die Handelsschule in Zürich.» Seither arbeitet der Kundendienstberater mit eidgenössischem Fachausweis im Automobilgewerbe. «Ich möchte mir Mal einen gewissen Lebensstandard leisten können. Zudem finde ich es wichtig, dass man sich im Leben weiterentwickelt und nicht stehen bleibt.»

Er zählt die Kalorien nicht

Ronny Lnenicka wohnt noch bei seinen Eltern in Berikon. «Mein Ziel ist es, Ende Jahr in eine eigene Wohnung zu ziehen.» Im Moment habe er einfach keine Zeit. «Die Vorbereitungen für die Mister-Schweiz-Wahl starten am 27. April mit einer Promotionstour.» Darauf wolle er sich jetzt konzentrieren. Nervös? «Einen erhöhten Puls habe ich teils schon.» Wenn er vor lauter Angst zittern würde, wäre er am falschen Ort, meint er. «Ich habe ja nichts zu verlieren.» Letztendlich müsse die Teilnahme Spass machen.

Kalorien zählen tue er nicht: «Ich habe das Glück, dass ich essen kann, was ich will, ohne dabei zuzunehmen.» In seiner Freizeit mache er viel Sport. «Ich gehe joggen und treffe meine Freunde auf dem Tennisplatz.» Seine Leidenschaft gehöre dem Motorsport und den Autos. Von Drogen und Alkohol halte er gar nichts. «Man kann auch coole Partys feiern, ohne dass man sich zudröhnt.»

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