Wohlen
«Mittendrin statt nur dabei»

Bis zum 27. Juni lädt das Schweizer Militär auf dem Jacob-Isler- und Merkurareal zum Staunen und Ausprobieren ein. Die Besucher erleben, mit welchen Strategien und Techniken Soldaten umgehen können, bevor man sogar selbst Hand anlegen kann.

Lyne Schuppisser
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Korporal Freiermuth, Soldat Caruso und Gassmann erklären, wie man auch bei Dunkelheit den Durchblick hat. Lyne Schuppisser

Korporal Freiermuth, Soldat Caruso und Gassmann erklären, wie man auch bei Dunkelheit den Durchblick hat. Lyne Schuppisser

Lyne Schuppisser

Seit gestern ist in Wohlen auf dem Jacob-Isler- und Merkurareal Tag der offenen Tür des Führungsunterstützungsbataillons 5 (FU BAT 5). Die Besucher erleben, mit welchen Strategien und Techniken die Soldaten umgehen und können sogar selbst Hand anlegen. Die Ausstellungen im Rahmen der Kampagne «Deine Armee» finden in der ganzen Schweiz an 15 Orten statt. Letztes Jahr präsentierte sich die Luftwaffe, dieses Jahr sind die Bodentruppen an der Reihe.

An zwei Standorten ist das FU BAT 5 mit allerlei Gerät und Geschütz aufgefahren. Die Vielfalt ist gross: In der «Ausstellung Heer» auf dem Merkur-Areal findet man Infos zu Themen wie Bedrohungen und Risiken, Kämpfen, Helfen, Schützen sowie Berufe in der Armee. Denn dort werden längst nicht nur Kämpfer gebraucht, sondern auch Köche, Logistiker und Mechaniker. Die Themen sind bildnerisch gestaltet, ergänzt mit Videos und in drei Sprachen ausgeführt. Interaktiv geht es beim Posten Kommunikation zu und her: Dort besteht die Möglichkeit, Funkgeräte zu testen und an Richtstrahl-Schüsseln zu drehen – die Soldaten erklären wie es geht.

Das «mobile Büro» ist auf dem Jacob-Isler-Areal eingerichtet worden. Dort kann man im Operationszelt, von wo aus Einsätze geleitet werden, auf dem Computer die Position eines beliebigen Fahrzeugs auf der Landkarte orten. Zum Schminken der etwas anderen Art lädt der Tarnpfosten ein, ausgestattet mit Tarnfarben. Und wer einmal das Nachtleben im Militär erleben will, ist beim Posten Sicht bei Nacht genau richtig. Den Durchblick behält man mittels Wärmekamera und Nachtsichtgeräten – Selbsttest erwünscht! Ein Highlight für Besucher dürfte auch eine Panzerfahrt sein, wenn diese auch nur von Kreisel zu Kreisel führt. Wozu der Aufwand? «Wir wollen uns, unsere Tätigkeiten und Gerätschaften den Leuten näherbringen», erklärt Oliver Wolf, Kommandant des FU BAT 5.

Für Verpflegung ist gesorgt

Während der gesamten Ausstellung ist für Erfrischungen und Verpflegung gesorgt. Am Samstag um 11.30 Uhr kann man ein kostenloses «Pot au feu» geniessen, laut Wolf ein authentisches Militärerlebnis, ganz nach dem Motto – «Mittendrin statt nur dabei». Die Ausstellung dauert heute von 17 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr.