Emsiges Treiben herrschte dieser Tage vor dem Jugendtreff in Oberlunkhofen. Seit dem 16. April und bis gestern Nachmittag noch wurde da gesägt, geschliffen, gebohrt, geleimt und geschraubt was das Zeug hält. 20 Jugendliche hatten das Angebot der Jugendarbeit Kelleramt angenommen, unter professioneller Anleitung während der Frühlingsferien einen eigenen, mobilen Skatepark zu bauen.
«Es war schon lange ein Wunsch unserer Jugendlichen, einen eigenen Skatepark zu haben», erzählte Jugendarbeiter Benedikt Schumacher gestern in einer kurzen Kaffeepause. Sein Kollege, Thomas Meier, der mit ihm zusammen für die Jugendarbeit Kelleramt verantwortlich zeichnet, liess dafür seine guten Beziehungen spielen: «David Meier ist mein Bruder. Er und Raphael Kull sind beide gelernte Schreiner und führen zusammen die Firma Spectrum Event. Ich wusste, dass die das können, und ich musste sie nicht zweimal fragen, ob sie hier mitmachen wollen.»

Sechs mobile Skate-Elemente

Die beiden Profis zeigten sich begeistert vom Einsatz ihrer jungen Kollegen. «Die Kinder sind sehr talentiert», sagte Raphael Kull. «Wir haben ihnen am ersten Tag die Pläne gezeigt, und dann ging es gleich los. Wir mussten ihnen gar nicht viel erklären, das lief wie von selbst.» Jeden Tag waren etwa 12 bis 16 Jugendliche, im Alter zwischen 10 und 14 Jahren im Einsatz. Sie haben gemeinsam sechs Skate-Elemente zusammengebaut, die künftig zwischen Ober- und Unterlunkhofen, Jonen, Arni und Rottenschwil unterwegs sein werden, zur Freude aller Skater im Einzugsgebiet der Jugendarbeit Kelleramt.

Unterwegs mit Extraanhänger

Die einzelnen Elemente, zwei sogenannte Kicker (Schanzen) und zwei Paar Boxen mit unterschiedlichen Abmessungen, bestehen aus wasserbeständigen Siebdruckplatten, montiert auf einer Unterkonstruktion aus Seekiefernholz. Die Metallwinkel zum Grinden (rutschen) haben die jungen Schreiner ebenfalls selber gebohrt und mit Senkschrauben sauber an den passenden Stellen verschraubt.

Der 13-jährige Balen Mohammad fasste strahlend die Erfahrungen der letzten Tage zusammen: «Am tollsten fand ich das Schanzenbauen. Ich will selber einmal Handwerker werden. Schreiner könnte ich mir als Beruf gut vorstellen.» Jetzt wollen er und seine Freunde vom Jugendtreff aber erst einmal die Qualität ihres selbst gebauten Skateparks austesten. Dazu fahren die Jugendarbeiter die Skate-Elemente ab nächster Woche in einem Extraanhänger zum jeweiligen Ziel im Kelleramt.