Wohlen

Modellieren, wo andere Bier trinken: Remetschwiler Tonkünstlerin ist zu Gast in der Sommerbar

Künstlerin Beatrix Motsch bearbeitet eine Tonskulptur.

Künstlerin Beatrix Motsch bearbeitet eine Tonskulptur.

Die Remetschwiler Tonkünstlerin Beatrix Motsch zeigt ihr Können beim Live-Modellieren in der Wohler Sommerbar. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison wird sie sich dort bei ihrer Arbeit von der Musik inspirieren lassen. Ebenfalls zu Gast ist nämlich die Freiburger Band Triaz.

Einer Künstlerin bei der Arbeit über die Schultern schauen. Das kann man morgen Freitag an der Wohler Sommerbar. Beatrix Motsch gibt Einblick in ihre Arbeit und modelliert ein Kunstwerk aus Ton. Was die Leidenschaft für ihre Kunst ausmacht, das bringt Beatrix Motsch ganz einfach auf den Punkt: «Ich liebe Gesichter.» Und dann gerät sie ins Schwärmen: «Ich könnte stundenlang die Wangenpartien der Menschen und deren Mimik beobachten.» Es sind die Mund- und Augenpartien der Menschen, welche die Künstlerin immer wieder von neuem faszinieren und ihre Kreativität befeuern.

Am Freitag wird Beatrix Motsch zum zweiten Mal in dieser Saison Gast in der Sommerbar sein auf dem Isler-Areal sein. «Ich gehe ohne eine fixe Idee an die Arbeit», erzählt sie. Vielmehr lasse sie sich von der Musik inspirieren. Am Freitag spielt zudem die Freiburger Band Triaz. Und diese verspricht nichts weniger, als ein komplett neues Musikerlebnis.

Mit Eingängen aus Jazz, Pop und Klassik und komplexen Arrangements schaffen die Freiburger ein neues Klangerlebnis, das sie als «Advanced Pop» bezeichnen. Man darf gespannt sein, wie sich die Musik auf die Arbeit der zierlichen Künstlerin «auswirken» wird. Beide Kunstwerke wird man anschliessend in ihren Räumen in Mellingen besichtigen können, «und kaufen, wenn man will», fügt sie lachend an.

Modellierkurs war der Schlüsselmoment

Seit zehn Jahren beschäftigt sich die Remetschwilerin intensiv mit dem Modellieren. «Mein Lehrmeister erlaubte mir, Wahlkurse an der Kunstgewerbeschule zu besuchen», erzählt die gelernte Augenoptikerin. Dies, weil das Zeichnen von Kindesbeinen weg ihre grosse Leidenschaft war. Während dieses Unterrichtes lernte sie, genau zu beobachten. Und natürlich auch, das Beobachtete auf das Zeichenblatt zu bringen.

Nach ihrer Ausbildung und der Geburt der zwei Kinder wandte sie sich wieder ihrem Hobby zu und verfeinerte ihr Können. Nebenher besuchte die 48-Jährige einen Modellierkurs. Das sollte der Schlüsselmoment ihres Lebens werden: «Ich erkannte sofort, dass dies genau das ist, was ich machen will», erzählt sie mit strahlenden Augen.

Mellinger Altstadt gibt ihr Inspiration

Doch dann brauchte sie einen Platz, an dem sie ihrer Kreativität vollen Lauf lassen konnte. Und das konnte nicht die heimische Garage sein. In der Mellinger Altstadt wurde sie fündig. Hier mietet sie seit vier Jahren Räumlichkeiten, die nicht nur genügend Platz bieten, sondern auch inspirieren.

«Ich arbeite in direkter Nachbarschaft zur Reuss und der Altstadt, das ist ideal», schwärmt Beatrix Motsch. Obendrauf verfügt sie über einen Verkaufsraum, in dem sie ihre Kunstwerke ausstellt. «Und natürlich auch verkaufen kann», fügt sie verschmitzt lachend an. Ausserdem nutzt sie die Räume als Kurslokal. Mittlerweile hat die kreative Frau ihr Können erweitert und stellt aus Silber Fingerringe, Armketten und Ohrringe her.

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