Muri
Murimoos packt Zukunft mit einer Frau

Muri Heidi Schmid übernimmt das Präsidium und geht mit ihrem Team die neue Strategie an.

Eddy Schambron
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Der neue Vorstand des Vereins Murimoos werken und wohnen: Roland Hengartner, Martin Egli, Josef Angehrn, Heidi Schmid, Emil Wicki, Kurt Jenni und Gino Fiorentin. es

Der neue Vorstand des Vereins Murimoos werken und wohnen: Roland Hengartner, Martin Egli, Josef Angehrn, Heidi Schmid, Emil Wicki, Kurt Jenni und Gino Fiorentin. es

Murimoos werken und wohnen muss sich für die Zukunft neu ausrichten. Wie als Zeichen dafür steht erstmals eine Frau an der Spitze des Vereins: Heidi Schmid, ehemalige Gemeinderätin von Muri und Grossrätin, übernimmt die Aufgabe, den Wandel einzuleiten und zu lenken.

Die Institution steht nämlich vor grossen Herausforderungen. Durch die gesellschaftliche und demografische Entwicklung ändert sich die Klientel.

Unbestrittene Wahlen

«Wir können und wollen uns den Veränderungen nicht verschliessen», betonte der bisherige Präsident, Herbert Thürig. Nachdem der Vorstand in aufwendiger Arbeit die neue Strategie festgelegt hat, sah er den richtigen Zeitpunkt gekommen, sein Amt weiterzugeben.

Thürig war 20 Jahre im Vorstand, davon 14 als Präsident tätig. Ebenfalls seinen Rücktritt gab Thomas Leitch. Er war seit 2010 im Vorstand und will sich wegen neuer Aufgaben, die auf ihn zukommen, entlasten.

Als neue Vorstandsmitglieder wurden Josef Angehrn, Buttwil, und Gian Fiorentin, Bremgarten, gewählt. Angehrn ist Agronom und Landwirtschaftslehrer im Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg; früher war er Lehrer an der Landwirtschaftlichen Schule Muri.

Fiorentin ist Architekt und Betriebswissenschafter und arbeitet für die Immobilienberatungsfirma Wüest und Partner. Genauso unbestritten war die Wahl von Heidi Schmid als neue Präsidentin.

Zum Ehrenmitglied ernannt

Herbert Thürig kam 1993 als Kassier in den Vorstand von Murimoos werken und wohnen. Er zeigte sich als begeisterter Begleiter bei der Umstellung auf den biologischen Landbau 1996.

Als Nachfolger von Beat Hegi übernahm er 1999 das Präsidium und zeichnete sich durch «seine sehr guten Führungsqualitäten» aus, wie Vizepräsident Emil Wicki ausführte.

Unter ihm sind einige wichtige Projekte mit Erfolg umgesetzt worden, unter anderem auch die neue Gewerbehalle für die Holzproduktion. Die Versammlung dankte ihm für seine Arbeit mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

Seine Nachfolgerin, Heidi Schmid, sieht die neue Strategie, die auch eine Öffnung von Murimoos werken und wohnen beinhaltet, als Herausforderung. «Das Murimoos ist eine bemerkenswerte Institution und ich freue mich, mich für sie einsetzen zu können», erklärte sie.

Infrastruktur anpassen

Direktor Hans Däpp zeigte auf, in welche Richtung es mit Murimoos werken und wohnen geht. «Bei uns leben Männer zwischen 18 und 80 Jahren unter einem Dach, und jede Generation hat ihre eigene Lebensform.» Die Zunahme psychisch erkrankter Personen stellt zudem besondere Anforderungen an die Betreuenden.

Schliesslich muss die Infrastruktur an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Konkret heisst das, dass die Wohnhäuser saniert und neue Wohnhausplätze geschaffen werden müssen, um den Murimoos-Bewohnern gerecht zu werden.

Gute Rechnung

Diskussionslos wurde von der Jahresrechnung 2012 Kenntnis genommen.

Sie fiel besser aus als im Vorjahr. Kassier Martin Egli zeigte auf, dass einerseits das gut ausgelastete Projekt Allegra, ein Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose, aber auch das erfolgreiche Arbeiten der Produktionsbetriebe und der Direktvermarktung viel zum Erfolg beigetragen haben.

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