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Musikschulen von Wohlen und Villmergen gehen enge Partnerschaft ein

Das letzte Musiklager vor zwei Monaten absolvierten die Musikschulen von Wohlen und Villmergen bereits gemeinsam. zvg/Archiv

Das letzte Musiklager vor zwei Monaten absolvierten die Musikschulen von Wohlen und Villmergen bereits gemeinsam. zvg/Archiv

Ab dem kommenden Schuljahr werden die Musikschulen von Wohlen und Villmergen gemeinsam geführt. Dies bringt mehr Auswahl bei den Instrumenten, grössere Pensen für Lehrpersonen und 200 zusätzliche Musikschüler.

Sehr deutlich hat der Einwohnerrat die Partnerschaft der Musikschulen von Wohlen und Villmergen gutgeheissen. Ganz harmonisch verlief die Diskussion über den Leistungsvertrag, der die Zusammenarbeit der beiden Musikschulen regelt, trotzdem nicht. Aus Sicht der Ratsmehrheit, welche die Erweiterung der Musikschule begrüsste, sorgte die SVP für Misstöne.

SVP verlangt finanziellen Profit

Edi Brunner beantragte im Namen seiner Fraktion, die Vorlage an den Gemeinderat zurückzuweisen. «Mit diesem Vertrag trägt Wohlen alle Risiken und hat selber keine Vorteile», kritisierte er. Brunner forderte, der Gemeinderat müsse eine Vereinbarung aushandeln, bei der Wohlen finanziell profitiere. Zudem meinte Brunner, die Stellenaufstockung bei Musikschulleitung und Sekretariat sei unnötig. Der SVP-Fraktionspräsident blieb mit seiner Meinung aber allein.

Keine Geschäfte unter Gemeinden

Gemeinderat Paul Huwiler (CVP) konterte: «Wir sind der Meinung, dass Gemeinden untereinander keine Geschäfte machen sollten.» Huwiler führte aus, jede Gemeinde trage weiterhin ihre Kosten, für Wohlen ergebe sich keine Mehrbelastung. Thomas Geissmann (FDP) konnte im Vertrag keine Risiken erkennen. «Für Wohlen resultiert gar ein kleiner Gewinn, weil wir den Partnergemeinden einen Teil der Büro-Infrastruktur verrechnen können», erläuterte er. Der Rückweisungsantrag der SVP wurde schliesslich mit 23 zu 11 Stimmen abgelehnt.

Danach lobten mehrere Ratsmitglieder die künftige Partnerschaft der beiden Musikschulen. Anna Keller (Grüne) freute sich, dass «die Kinder mehr Auswahl bei Instrumenten erhalten». Corina Roeleven (CVP) fand, der Aufwand für das Qualitätslabel Quarte habe sich gelohnt: «Jetzt sind wir attraktiv für Partnerschaften.» Sie ergänzte, für die Lehrpersonen ergäben sich bessere Pensen, was weniger Fluktuationen nach sich ziehe. Cyrille Meier (SP) strich hervor, Wohlen zeige sich mit dem Zusammenschluss als kooperative Zentrumsgemeinde. Barbara Gsell (EVP) schliesslich freute sich über die erwartete Professionalisierung.

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