Über der Stadt Bremgarten leuchtete die Sonne, als gestern die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle Isenlauf der Presse präsentiert wurde. In nur einem Monat, vom 4. bis 28. März, wurden 501 Photovoltaikmodule auf dem Dach der Dreifachturnhalle neben dem Hallenbad Isenlauf installiert und angeschlossen. Seither liefert die Anlage kontinuierlich Strom. Erwartet wird ein Jahresertrag von rund 146 000 Kilowattstunden.

Stadtrat Daniel Sommerhalder, Präsident der Energiekommission, strahlte zusammen mit Ralph Martin, dem Bereichsleiter Liegenschaftsunterhalt, und den vier Mitgliedern der Energiekommission, Stephan Lötscher, Roger Nussbaumer, Beat Keller und Claudio Müller, mit der Sonne um die Wette.

Zehn Jahre hat es gedauert, von der Idee, eine solche Anlage zu bauen, bis zum fertigen Werk. Als 2008 der Baukredit für die Sporthalle gesprochen wurde, beantragte Tschösy Meier eine Photovoltaikanlage. Weil dadurch das Bauverfahren wieder von vorn begonnen hätte, wurde der Antrag abgelehnt.

Amortisiert in sieben Jahren

Der Gedanke, Sonnenenergie für die Sportanlage und das Hallenbad zu nutzen, fiel dennoch auf fruchtbaren Boden. 2010 wurde die Energiekommission der Stadt Bremgarten ins Leben gerufen. Diese legte 2013 ihren ersten Energiebericht vor und sprach sich darin auch für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle Isenlauf aus.

Die Gemeindeversammlung sprach 2017 die 140 000 Franken für den Bau dieser Anlage. «Die lange Wartezeit hatte auch ihr Gutes», sagte Stadtrat Sommerhalder in Anbetracht der Tatsache, dass die neue Anlage in etwa sieben Jahren ihre Installationskosten in Form von Stromeinsparungen wieder wettgemacht haben wird. «Wir haben jetzt eine topmoderne Anlage, und zusammen mit den Absorbermatten zur Erwärmung des Schwimmbadwassers kann man das Ganze hier eigentlich eine Solarbadi nennen.»

Der Anlagenutzungsgrad von nahezu 90 Prozent kommt ganz der Sporthalle und der Badeanstalt zugute. Alle Betriebsdaten fliessen drahtlos direkt in die Energiebuchhaltung der Stadt. So kann die Nachhaltigkeit dieser Investition in die Zukunft im Verlaufe der zu erwartenden 35 Jahre Lebensdauer der Anlage den Einwohnern von Bremgarten jederzeit vorgelegt werden.