Wohlen

Neubau bei der alten Post wird etwas kleiner als ursprünglich geplant

Die alte Post in Wohlen: Hier entsteht ein Neubau mit 26 Wohnungen. Die Profilstangen zeigen schon mal an, wie hoch das Gebäude wird. Fabio Vonarburg

Die alte Post in Wohlen: Hier entsteht ein Neubau mit 26 Wohnungen. Die Profilstangen zeigen schon mal an, wie hoch das Gebäude wird. Fabio Vonarburg

Das überarbeitete Baugesuch für den Neubau bei der alten Post liegt öffentlich auf

Seit zwei Jahren ist die alte Post geschlossen. Doch schon bald soll hier auf dem Postplatz etwas Neues entstehen. Eine Überbauung mit über 20 Wohnungen. Doch das erste Baugesuch stiess auf Widerstand. Mehrere Einsprachen wurden gegen das Bauprojekt eingelegt. Ein Kritiker nahm auch öffentlich Stellung. Für den Aargauer Heimatschutz war der geplante Neubau zu wuchtig. Weiter bemängelte er, dass das Projekt kein Freiraum und Spielplatz vorsah, obwohl die Bau- und Nutzungsordnung dies grundsätzlich fordert.

In der Zwischenzeit sind die Bauherren mit den verschiedenen Einsprechern zusammengesessen, haben mit ihnen nach Lösungen gesucht und nun ein zweites, überarbeitetes Baugesuch eingereicht. Dieses liegt derzeit auf der Gemeindekanzlei in Wohlen öffentlich auf.

19 Meter hoch

Die offensichtlichste Änderung ist, dass das Gebäude ein wenig schlanker wird. Dadurch entstehen 26 Wohnungen statt den einst geplanten 28. Es fallen zwei Attikawohnungen im obersten Geschoss weg, bei denen im Vergleich zum ersten Baugesuch die Terrasse zudem nach hinten verschoben wurde. «Dadurch ist das Gebäude vorne gleich hoch, wie das auf der Strasse gegenüberliegende», sagte der zuständige Architekt Urs Müller. Insgesamt entstehen im 19 Meter hohen Gebäude vier 1,5-Zimmerwohnungen, dreizehn 2,5-Zimmerwohnungen und neun 3,5 Zimmerwohnungen.

Eine weitere Änderung betrifft die Spiel- und Erholungsflächen. Solche wären eigentlich nicht vorgesehen gewesen und der Bauherr hätte dafür eine Pflichtersatzabgabe geleistet. Doch wegen der etwas kleineren Gebäudefläche habe man jetzt Platz dafür, führt Urs Müller aus. Diese entstehen hinter dem Gebäude aber auch entlang des Schulwegs.

Der Architekt ist zuversichtlich, dass jetzt beim zweiten Baugesuch keine Einsprachen eingelegt werden und die Ampeln schon bald auf grün stehen. Wobei: Die Zeughaus Immobilien AG will zuerst den Neubau bei der früheren Bäckerei Kuhn umsetzen, für den die Baubewilligung bereits vorliegt. Erst danach soll es auch auf der gegenüberliegenden Seite, auf dem Grundstück der alten Post losgehen. Vorgesehen ist eine Baudauer von 15 Monaten. Die Kosten werden auf rund 10 Millionen Franken geschätzt.

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Fabio Vonarburg

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