Muri

Neustart mit Caspar Wolf: Murikultur startet die Saison mit Verspätung

Blick ins Museum Caspar Wolf: Es gibt zwei neue Leihgaben.

Blick ins Museum Caspar Wolf: Es gibt zwei neue Leihgaben.

Murikultur sucht nach den Coronalockerungen Normalität in angepasster Form. Der Präsident und die Geschäftsführerin zeigen sich zuversichtlich.

Die Stiftung Murikultur blickt auf ein besonders Jahr 2019 zurück: Einerseits konnte das 50-jährige Wirken gefeiert werden, andererseits wurden mit der Eröffnung des Museums Caspar Wolf, des Singisen-Forums und des Singisen-Ateliers Weichen für die Zukunft gestellt. 52 Konzerte, 336 Führungen, 58 weitere Anlässe, 45'000 Besucherinnen und Besucher sowie 23'800 zusätzliche Kontakte im Besucherzentrum, das sind Zahlen, die im Jahresbericht der Stiftung veröffentlicht werden. Nach den Coronalockerungen geht es weiter.

«Es war ein Jahr voller Höhepunkte», stellen Robert Häfner, Präsident des Stiftungsrates, und Geschäftsführerin Heidi Holdener fest. Ein ganz besonderer, emotionaler Moment sei 2019 jener der Rückführung der Caspar-­Wolf-Sam­mlungsbestände aus dem Aussendepot des Aargauer Kunsthauses in ihre Heimat Muri gewesen. «The Muri Competition» brachte bereits zum dritten Mal junge Musikerinnen und Musiker nach Muri, die die international in Fachkreisen sehr anerkannten Preise für Fagott und Oboe gewinnen wollten. Und im September wurde das Dorf zum eigentlichen Kulturschauplatz mit den 8. Murikultur-Tagen und mit dem Jubiläumsanlass zum 50-jährigen Bestehen von Murikultur, vormals Kulturstiftung St. Martin. «Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt von Murikultur.» Rund 180 Mitwirkende würden sich grösstenteils ehrenamtlich engagieren. «Ohne sie wäre eine Vielzahl unserer Projekte weder denkbar noch realisierbar.»

Virus brachte jähen ­Programm-Unterbruch

Eigentlich würde Murikultur mitten in der neuen Saison stehen, wäre nicht die Coronapandemie dazwischengekommen. «Schweren Herzens mussten wir verschiedenste Veranstaltungen absagen; einige konnten wir verschieben», halten Häfner und Holdener fest. «Wir bleiben zuversichtlich, dass sich die Lage weiter entspannt.» Aktuell gibt die Website weitere Infos: www.murikultur.ch.

Die Ausstellung «Hugo Suter zu Besuch bei Caspar Wolf» geht am Sonntag, 28. Juni, 11 Uhr, mit einer Matinee mit Klaus Merz wieder auf. Merz ist auch am Samstag, 26. September, 17 Uhr, zu Besuch. Führungen mit dem Kurator Beat Wismer finden am 10. und 31. Oktober, 15 Uhr, statt.

Die Wechselausstellung im Museum Caspar Wolf unter dem Titel «Schwindel und Schrecken – Lust und Entzücken. Alpenrezeption 1700 bis 1800» ist mit zwei neuen Leihgaben noch bis im April 2021 geöffnet.

Der zweite Teil der Saison von Musik in der Klosterkirche soll wie geplant durchgeführt werden. Zusätzlich konnten für die drei Konzerte im Hochchor mit den Ensembles Ersatztermine im August und September gefunden werden. «So kann ein wesentlicher Teil des Programms 2020 gerettet werden», freut sich Holdener. Auch bei Musik im Festsaal ist sie zuversichtlich, dass die Saison wie geplant weitergeführt werden kann. Ebenfalls im Plan sind die Murikultur-Tage vom 11. bis 14. September und am Schluss des Jahres die Reihe «Wunderbare Weihnachtsbräuche aus aller Welt» im Museum Kloster Muri.

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