Hermetschwil

Ortsbürgerversammlung wird in einer Holzbank verewigt

Der Gemeinderat auf dem Ortsbürgerbänkli. akn

Der Gemeinderat auf dem Ortsbürgerbänkli. akn

Die Hermetschwiler Ortsbürger tagten letztmals vor der Fusion mit Bremgarten. «Dies ist soll kein Abschied sein», betonte Vizeammann Doris Stöckli. «Vielmehr wollen wir die Ortsbürger motivieren, sich weiterhin einzubringen.»

«Dies ist soll kein Abschied sein», betonte Vizeammann Doris Stöckli. «Vielmehr wollen wir die Ortsbürger motivieren, sich weiterhin einzubringen.»

Emotional wurde es an der letzten Hermetschwiler Ortsbürgerversammlung vor der Fusionierung mit Bremgarten trotzdem: Man dankte, wem nur gedankt werden konnte, und obwohl Gemeindeammann Roger Heiss die eigentliche Versammlung trotz speziellem Rahmen als «seriösen Teil» angekündigt hatte, war der Unterhaltungswert gross: Doris Stöckli kürte den «Baum des Jahres», eine Tradition, die sie vor rund elf Jahren begründet hatte.

Jedes Jahr wird ein Baum ausgewählt und im Ortsbürgerwald gesetzt. «Die Ursprungsidee war, eine Allee zu pflanzen», erinnerte sich Stöckli, «als Zeichen der Nachhaltigkeit.» Dieses Jahr hatte der Holzapfel die Ehre, «eine zähe aber bezaubernde Schönheit».

Obwohl die Tradition mitunter liebevoll belächelt wurde, überraschten Revierförster Christoph Schmid und der Gemeinderat Stöckli mit dem offiziellen «Baum des Jahrtausends», einem Ginkgo. Der Baum, der älter ist als Dinosaurier, stehe für die Qualitäten Stöcklis, wie Stärke und Freundschaft, erklärte Ammann Heiss.

Verabschiedung des Revierförsters

Ganz ohne Abschiede verlief die Versammlung nicht. Christoph Schmid wird mit der Fusionierung sein Amt als Revierförster an die Bremgartner weitergeben. Zum Dank wurde Schmid mit einem hölzernen Briefkastenhäuschen beschenkt.

Ein Projekt, das er selbst vor Jahren in Angriff genommen hatte, jedoch wegen chronischen Zeitmangels nie ganz verwirklichen konnte.

Der formale Teil wurde kurz gehalten: Protokoll und Rechenschaftsbericht wurden diskussionslos durchgewunken. Des Weiteren informierte Stöckli über den Holzmarkt.

Im Holzbänkli verewigt

Die Ortsbürgerversammlung war in einem geselligen Anlass in der offenen Waldhütte eingebettet. Trotz strömendem Regen und ungastlichen Temperaturen konnte das bunte Programm viele der Ortsbürger in den Wald locken, an den anschliessenden Waldumgang war die ganze Dorfbevölkerung eingeladen.

Eine Band sorgte für Musik. Als Highlight unter den Aktivitäten kann die Holzbank gesehen werden: Die Anwesenden durften ihren Familiennahmen in Holzschilder einritzen, die in der Lehne eingelassen werden. Geschnitzt aus einer Eiche aus dem Ortsbürgerwald, lade die Bank zum Ausruhen und Energie tanken ein, so Stöckli.

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