Pandemie
Coronamutation an Wohler Primarschule: 38 Schüler in Quarantäne

Seit Montag befinden sich zwei 4. Klassen des Primarschulhauses Halde in Wohlen in Quarantäne. Zwei Schüler wurden positiv auf das Coronavirus getestet, einer davon mit einer mutierten Variante.

Pascal Bruhin
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Das Schulhaus der Primarschule Halde in Wohlen.

Das Schulhaus der Primarschule Halde in Wohlen.

Bild: Marc Ribolla

Gross ist die Aufregung in der Wohler Bevölkerung. Gerüchte machen seit Anfang der Woche im Dorf die Runde, an der Primarschule Halde sei es zu einem positiven Coronabefund eines Schülers gekommen, noch dazu mit einer mutierten Variante. Zwei komplette Primarschulklassen befänden sich deshalb in Quarantäne, inklusive Eltern und Geschwister.

Gesundheitsdepartement bestätigt Virusmutation

Tatsächlich befinden sich seit Montag zwei vierte Schulklassen, insgesamt 38 Schüler, des Primarschulhauses Halde in Quarantäne, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) auf Anfrage der AZ bestätigt. Gleich zwei Schüler seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei einem der beiden wurde dabei eine mutierte Variante des Virus festgestellt. Um welche Mutation es sich dabei handelt, will das DGS nicht kommunizieren.

Ob sich auch Eltern und Geschwister in Quarantäne begeben mussten, gibt das DGS ebenso wenig bekannt: «Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes erfolgen nur Angaben zu den Schulen», heisst es aus Aarau.

Der AZ liegt jedoch ein Schreiben datiert auf den 9. März von Primarschulleiter Ueli Frey an die betroffenen Eltern vor. Darin heisst es: «Wir bitten Sie als Eltern als auch die Geschwister bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses zu Hause zu bleiben.» Für die betroffenen Schüler hat das Contact-Tracing des Kantons Aargau eine zehntägige Quarantäne bis und mit Mittwoch, 17. März, angeordnet. Die Schüler werden während dieser Zeit durch die Klassenlehrpersonen im Fernunterricht begleitet.

Schulpflegepräsident erfuhr erst durch die AZ vom Fall

Franco Corsiglia ist Präsident der Schulpflege Wohlen.

Franco Corsiglia ist Präsident der Schulpflege Wohlen.

Bild: Chris Iseli

Schulpflegepräsident Franco Corsiglia erfuhr erst durch die AZ von der Mutation. Ihm sei bekannt, dass sich derzeit eine Klasse in Quarantäne befinde, von einer Mutation wisse er allerdings nichts.

Dass jedoch eine ganze Klasse in Quarantäne muss, ist für den Schulpflegepräsidenten nach einem Jahr Pandemie mittlerweile zum «Courant normal» geworden. «Wir sind verpflichtet, jeden Coronafall dem Contact-Tracing zu melden», sagt er. Bereits ab zwei positiven Fällen pro Klasse werde die gesamte Klasse in Quarantäne geschickt. Die aktuellen Klassen seien dabei nicht die ersten und würden mit Sicherheit nicht die letzten sein.

Entwarnung gibt es dabei vom DGS: Weitere Schulklassen oder Schulhäuser seien in Wohlen derzeit nicht betroffen.