Wohlen
Parlamentarier wollen endlich Transparenz bei Schulraumbedarf

Die Raumnot in den Schulen dominiert die Diskussion. Der Gemeinderat stellt einen Bericht für April in Aussicht. Die SVP fordert die Exekutive auf, «endlich Transparenz beim Schulraumbedarf zu schaffen».

Fabian Hägler
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Die Schule Wohlen braucht mehr Platz – der lang erwartete Schulraumbericht soll Details aufzeigen. ama

Die Schule Wohlen braucht mehr Platz – der lang erwartete Schulraumbericht soll Details aufzeigen. ama

Der knappe Schulraum ist längst ein politischer Dauerbrenner in Wohlen. Dies zeigte sich auch bei der Diskussion des Jahresberichts der Schule im Einwohnerrat. Zwar fanden die Ratsmitglieder lobende Worte für das grosse Engagement der Lehrpersonen, die vielfältigen Aktionen oder die stets beliebten Skilager. Stärker beschäftigen das Dorfparlament aber die Schulraumnot und die Kosten, die bei der Lösung anfallen.

«Gespannt wartet man auch im Einwohnerrat auf die Schlüsse, die der Gemeinderat aus dem Bericht der Schulraumplanungs-Kommission ziehen wird und die spätestens im nächsten Finanzplan erscheinen müssen», sagte Franz Wille (CVP), Sprecher
der Geschäftsprüfungskommission.

So lange muss das Wohler Parlament aber nicht mehr auf konkrete Zahlen zum Schulraumbedarf warten. «Wir werden am 8. April nochmals mit der Kommission zusammensitzen und die letzten Fragen bereinigen», sagte Gemeinderat Paul Huwiler. Danach will der Gemeinderat den Schulraum-Bericht verabschieden und wohl noch im April der Öffentlichkeit präsentieren.

Wie sehr der Einwohnerrat auf den Bericht wartet, der schon seit Herbst 2012 beim Gemeinderat liegt, zeigte das Votum von Beat Wüthrich (Grüne): «Bisher haben wir die Informationen nur scheibchenweise erhalten», kritisierte er. Wüthrich forderte den Gemeinderat eindringlich auf, endlich die ganze Wahrheit auf den Tisch zu legen, «auch wenn unangenehme Fakten zutage kommen».

Auch die politische Gegenseite verlangte mehr Informationen. Roland Vogt (SVP) forderte den Gemeinderat auf, «beim Schulraumbedarf endlich Transparenz zu schaffen». Er regte an, genau zu untersuchen, wie viele Schulzimmer tatsächlich belegt seien und wo es noch freie Räume gebe.

Corinne Manimanakis (SP) wollte nicht im Detail auf Schulraumfragen eingehen, betonte aber, dass es sich dabei um «einen grossen Brocken» handle. Dies sah Barbara Gsell (EVP) ähnlich, die sich fragte: «Wird es möglich sein, die benötigten Räume in genügender Quantität und Qualität zur Verfügung zu stellen?» Gsell machte sich Sorgen, ob die Kosten für Wohlen verkraftbar seien.

Andrea Duschén (FDP) wies darauf hin, dass «Gemeinderat und Schulpflege bei den Raumfragen offenbar weit auseinander liegen». Corina Roeleven (CVP) zitierte eine Aussage von Rolf Stadler, Präsident der Schulleitungskonferenz. Dieser hatte festgehalten, die Wünsche der Schulverantwortlichen nach mehr Raum müssten auf die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde abgestimmt werden. Roeleven wies überdies darauf hin, dass neben mehr Räumen auch Sanierungen an Schulhäusern nötig seien, was ebenfalls beträchtliche Mittel erfordern werde.

CVP-Parteikollege und Bildungsvorsteher Paul Huwiler betonte, der Gemeinderat habe die knappen Wohler Finanzen sehr wohl im Blick. «Hätten wir mehr Mittel, wären wir wohl schon deutlich weiter und der Schulraumbericht wäre schon behandelt», meinte Huwiler.