Standortförderung

Repla-Verband zeigt dem Kanton die kalte Schulter und macht eigenes Projekt

Der gut frequentierte Schnellbus nach Zürich gilt als Paradebeispiel für geglücktes Standortmarketing. AR/sl

Der gut frequentierte Schnellbus nach Zürich gilt als Paradebeispiel für geglücktes Standortmarketing. AR/sl

Bei der Standortförderung macht Reusstal sein eigenes Projekt statt sich dem kantonalem Workshop anzuschliessen. Jedoch ist noch offen ob ein gemeinsamer Nenner gefunden wird.

Der Regionalplanungsverband Mutschellen, Kelleramt, Reusstal macht keinen Gebrauch vom «Initiierungs-Workshop» zur Standortförderung, den der Kanton anbietet. An der Tagung in Bremgarten wurde ein anderes Vorgehen beschlossen. Einstimmig entschieden sich die Vertreterinnen und Vertreter der 17 Gemeinden unserer Region, einen eigenen Workshop aufzuziehen. Dies mit Unterstützung von erfahrenen Praktikern wie Josef Nogara, dem Chef des Repla-Verbandes Oberes Freiamt.

Gemeinsamer Nenner vorhanden?

Biagio Incollingo (Eggenwil) und Hans Peter Kurth (Bellikon) hatten am kantonalen «Initiierungs-Workshop» beim Repla-Verband Rohrdorferberg teilgenommen. Sie äusserten sich in Bremgarten kritisch, ihr Fazit fiel ernüchternd aus. Offen bleibt, ob dank des jetzt beschlossenen eigenen Workshops ein gemeinsamer Nenner gefunden wird, woraus ein neues Projekt entstehen könnte, das der Region Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt einen Mehrwert bringt. Dabei winken Bundes- und Kantonsbeiträge.

Ein erstklassiges regionales Standortförderungs-Vehikel stellt der Schnellbus Bremgarten–Zürich Enge dar, der seit knapp zweieinhalb Jahren rollt. «Ein neues Projekt von ähnlicher Qualität wäre erwünscht», hiess es in Bremgarten.

Kelleramt hat Nase vorne

Bei einer kurzen Diskussion zeigte sich, dass die drei Teilregionen des Verbandes – Reusstal, Mutschellen, Kelleramt – sich bezüglich geografischer Lage und Strukturen recht stark unterscheiden. Daher machen teilregionale Standortförderungen wohl am meisten Sinn. Die Nase vorne hat das Kelleramt. Auf Initiative des dortigen Gewerbevereins und in Begleitung der Fachhochschule Nordwestschweiz entwerfen die Kellerämter Gemeinden ein Standortmarketing-Projekt. Mittlerweile liegt der erste Teil des dreiteiligen Kellerämter Projekts vor.

Kleiner Gewinn und Seminar

Die von Vreni Meuwly (Widen) geleitete Repla-Versammlung hiess das Verbandsbudget 2012 einhellig gut. Nächstes Jahr sind Ausgaben im Betrag von rund 56000 Franken und ein kleiner Gewinn von 500 Franken eingeplant. Finanziert wird das Budget in erster Linie durch die Beiträge der 17 angeschlossenen Gemeinden im Umfang von total 36000 Franken. Laut Beatrice Koller (Jonen) wird der Kanton Aargau einen Unterstützungsbeitrag von 19000 Franken überweisen.

In einem Monat, am 19. Oktober, veranstaltet der Repla-Verband ein dreistündiges Informationsseminar für Gemeindebehörden zur Problematik «Mobilfunkantennen». Am Seminar in Zufikon erläutern Fachleute Bewilligungsprozedere, Standortfragen, Rahmenbedingungen, neue Techniken und Gesundheitsaspekte.

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