Wohlen
Restaurant, Bäckerei und Laden: Funktioniert Lenzburg in Wohlen?

«Local» vereint mehrere Ideen zu einem neuen Konzept. Ein Lokal in Lenzburg ist bereits eröffnet, ab Mai soll auch eine Filiale in Wohlen seine Türen öffnen.

Dominic Kobelt (Text und Fotos)
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Die Filiale in Lenzburg.

Die Filiale in Lenzburg.

Es riecht nach frisch gebackenem Brot und Keksen. Auf den Wandregalen stehen Basilikumstöckli, Rosmarin, Thymian. Eine Atmosphäre irgendwo zwischen Bioladen und Trattoria. «Local» ist Restaurant, Bäckerei und Verkaufsladen in einem – seit gut einer Woche sind die Türen in Lenzburg geöffnet. Wenn alles klappt, dann wird im Mai auch ein «Local» in Wohlen eröffnet, im alten azag-Gebäude gegenüber dem Kino Rex.

«In Wohlen können wir das Konzept aus Lenzburg übernehmen, deshalb wird es wohl etwas einfacher», sagt Peter Studler, der zusammen mit seiner Partnerin Silvia Skupin in den letzten drei Jahren an der Idee und Umsetzung von «Local» gearbeitet hat.

Der ökologische Fussabdruck

Im Zentrum dieser Idee steht der ökologische Fussabdruck, symbolisiert durch eine Weltkarte an der Wand und den regionalen Produkten in den Regalen. Aber nicht nur dort: Vom Fussboden aus Schweizer Granit über die Tische aus österreichischer Eiche bis zu den Gläsern aus Hergiswil wurde darauf geachtet, möglichst einheimische, zumindest aber europäische Produkte zu berücksichtigen. Die Überzüge der Restaurantstühle bestehen aus recycelten PET-Flaschen. «Der Besuch soll zum Erlebnis werden», sagt Studler.

Deshalb finde bewusst alles in einem Raum statt. Die drei Bereiche Bäckerei, Restaurant und Verkaufsladen ergänzen sich dabei: Kaufen kann man alles, das auch sonst benötigt wird, von den Eiern bis zum Geschirr. In der Ecke steht ein Holzofen. «Wir haben den Laden bewusst so gestaltet, dass der Kunde Einblick in die Arbeit hat – wir haben nichts zu verstecken.»

Beim Brot setzt man auf Frische, dafür gibt es nicht Dutzende verschiedener Sorten.

Wohlen wird grösser

Das Angebot wird noch etwas erweitert, die Filiale in Lenzburg ist noch nicht in ihrer finalen Form. «Wir machen ein Soft-Opening über zehn
Wochen. In dieser Zeit sollen sich die Abläufe einspielen, das Sortiment wird ergänzt.» Das Team wird noch eingearbeitet und es ist noch nicht vollzählig. Es sei ihm wichtig, dass die Mitarbeiter nicht nur fachlich gut seien, sondern auch untereinander harmonieren.

Warum wurde gerade der Standort Wohlen für eine weitere Filiale gewählt? «Es braucht eine gewisse Grösse, damit das Konzept funktioniert. In Wohlen haben wir ein Einzugsgebiet, dass gross genug ist.»

Die Freiämter Filiale wird einiges grösser als jene in Lenzburg: 220 Gäste sollen einst Platz zum Sitzen finden, in Lenzburg hat es zwischen 70 und 80 Plätze. Wer sich aber bereits einen Eindruck verschaffen möchte, wie es in Wohlen im Mai aussehen soll, der ist mit einem Besuch in Lenzburg gut beraten.

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